Zerspanung winziger Komponenten

Für ein gutes Dutzend Interessierter öffnete die Mikron Germany GmbH ihre Werkstore: Die „MountainsTour“ gastierte im Rottweiler Tochterunternehmen der schweizerischen Mikron Switzerland AG, Division Tool.
Bild: Ralph Gravenstein

Wenn man ein wirklich winziges, aber dennoch exakt gebohrtes Loch in einem schwer zu zerspanenden Werkstoff braucht, dann wird die Auswahl an Lieferanten für das dazu geeignete Werkzeug weltweit ebenso winzig. Eine offenbar sehr gute Wahl ist für diese Nische die Mikron Germany GmbH, Division Tool in Rottweil, wie Geschäftsführer und Deutschland-Vertriebschef Robert Heimann nach der Begrüßung durch Technology Mountains-Projektleiter Max Keller den Gästen verdeutlichte: „Wir fühlen uns in der Nische für Zerspanwerkzeuge mit einem Durchmesser zwischen 0,1 und 8 Millimetern besonders wohl“, erklärte er zur Einführung in die Tätigkeitsfelder des Zerspanungsspezialisten.
Das Unternehmen entstand 1998 aus einem Spin-off der Werkzeugabteilung des Transfermaschinenherstellers Mikron SA Agno. Seit Jahrzehnten sorgt es mit seinen Werkzeugen unter anderem dafür, dass täglich um die 145 Millionen Kugelschreiberspitzen weltweit gefertigt werden können. Präzisionsbohrungen wie für dieses Alltagsprodukt finden sich in zahllosen Gegenständen, von der Einspritzdüse im Dieselmotor über Feinstbohrungen in edlen Uhren bis hin zu exakten Tiefbohrungen in schwer zerspanbaren, weil anspruchsvollen und widerspenstigen Materialien wie Titan oder hochlegierten Stählen. In Rottweil entstehen solche Spezialbohrer in buchstäblicher Feinstarbeit.

So gut wie jeder Arbeitsplatz ist mit Mikroskop und anderen Feinprüf­instrumenten versehen, damit die Werker jedes unter ihren Händen entstehende Werkzeug auf exakten Schliff und perfekte Profilgenauigkeit kontrollieren können. Katalogwerkzeuge und kundenspezifische Werkzeuge – zum Zentrieren, Anfassen, Bohren, Fräsen und Entgraten – entstehen auf diese Weise im Zweischichtbetrieb und werden aus einem umfangreichen Lagerbestand zügig geliefert. Auf Kundenwunsch können sie auch nachgeschliffen werden. Das spart nicht nur Kosten für die Kunden, sondern ist auch nachhaltiger.

RG

Bild: Genau hinsehen! Ein Mikron-Mitarbeiter zeigt, wie breit das Unternehmen aufgestellt ist.

Maximilian Keller, Fachbereich Innovation | Umwelt
Telefon: 07721 922-312
Mail: maximilian.keller@vs.ihk.de

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