Intelligente Stromzähler sollen für mehr Akzeptanz werben
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Nichtsdestotrotz zählen Reiserestriktionen, Lieferengpässe und Protektionismus nach Umfragen der deutschen IHK-Organisation seit über einem Jahr zu den größten Herausforderungen für international agierende Unternehmen.
»Aktuell leiden viele Industriebranchen unter ausbleibenden Zulieferungen von Halbleiterchips und Transportcontainern«
Hinzu kämen Störungen der weltweiten Lieferketten, die den Aufschwung verzögern. „Aktuell leiden zum Beispiel viele Industriebranchen, von der Automobilfertigung bis zur Unterhaltungselektronik, unter ausbleibenden Zulieferungen von Halbleiterchips und Transportcontainern. Dies betrifft auch Betriebe in unserer Region“, erklärte Harald Marquardt, dessen Unternehmen ein wichtiger Automobilzulieferer von mechatronischen Bediensystemen ist. Teilweise müssten Unternehmen nach neuen Betätigungsfeldern suchen oder ihre Lieferantenbeziehungen diversifizieren. Auch Verlagerungen von eigenen ausländischen Produktionsstandorten seien ein Trend, der nach Angaben der Betriebe derzeit relevanter würden. Marquardt: „Insbesondere der europäische Raum und angrenzende Regionen stehen im Blickfeld deutscher auslandsaktiver Unternehmen, aber auch ‚China+1‘, also die Ergänzung von Produktionsstätten in China um einen weiteren Standort im asiatisch-pazifischen Raum.“
Angesichts der anhaltenden Diskussion um den Ausbau der Gäubahn kritisierten Hakenjos und Marquardt, dass trotz parteiübergreifender Einigkeit über die Notwendigkeit beim Ausbau der Schienenachse Stuttgart-Zürich seit Jahrzehnten kaum Fortschritte erzielt würden. Das von der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg initiierte grenzüberschreitende Wirtschaftsbündnis begrüße zwar grundsätzlich die neuen Überlegungen zum Deutschlandtakt.
Doch IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos stellte unmissverständlich klar: „Das Bundesverkehrsministerium und die Deutsche Bahn AG müssen nun schnellstmöglich den Fahrplan und die Infrastruktur aufeinander abstimmen. Viele – auch unangenehme – Fragen beispielsweise zu einzelnen Haltepunkten wie in Böblingen und Singen müssen endlich beantwortet werden. Deshalb schlagen wir ein verbindliches Format wie beispielsweise eine ‚Fortschrittskonferenz zum Ausbau der Schienenachse Stuttgart-Zürich‘ mit den neu gewählten Bundestagsabgeordneten zwischen Stuttgart und dem Bodensee vor. Sie sind die Vertreter des Bundes, der Bund ist Anteilseigner der Deutschen Bahn. Gemeinsam mit der Wirtschaft muss es uns gelingen, den Ausbau mindestens einmal im Jahr mit allen relevanten Akteuren aus Deutschland und der Schweiz, mit klaren Verantwortlichkeiten und mit einem verbindlichen Zeitplan voranzutreiben.“
Text: bk
Bild: Marquardt GmbH
Bildbeschreibung:
Die aktuelle Wirtschaftslage und der Ausbau der Gäubahn standen im Mittelpunkt des Treffens von Birgit Hakenjos und Harald Marquardt in Rietheim-Weilheim.
Christian Beck, Pressestelle
Telefon: 07721 922-174
Mail: beck@vs.ihk.de
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