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Warum gibt es einen Tourismusausschuss, und welche Bedeutung hat die Branche im IHK-Bezirk?
Der IHK-Bezirk ist einer der tourismusstärksten in Baden-Württemberg. Tourismus umfasst dabei wesentlich mehr als Essen und Trinken, zum Beispiel auch die Kliniken und Wellnesseinrichtungen oder die großen Unternehmen wie den Europa-Park. Die Region zählt über zwölf Millionen Übernachtungen im Jahr, allein das Gastgewerbe hat 18.000 Beschäftigte in 3.700 Betrieben. Auch im Vergleich zur anderen Branchen ist damit die Tourismusbranche von großer Bedeutung. Deshalb macht ein eigener IHK-Ausschuss Sinn.
Wer sind die Mitglieder des Ausschusses?
Es sind die Geschäftsführer und/oder Inhaber von Gasthäusern und Hotels, von Reisebüros, Campingplätzen und Tourismusorganisationen sowie von touristisch bedeutsamen Unternehmen eigentlich anderer Branchen wie dem Euro-Airport und Südbaden Bus. Auch die Vertreter von Gemeinden und vom Regierungspräsidium gehören dem Ausschuss an. Wir schauen, dass möglichst unterschiedliche Unternehmen – und dies flächendeckend – im Ausschuss vertreten sind*. Wir sind 38 Mitglieder.
Wie wird man Mitglied?
Die aktuellen Mitglieder sind in ihren Regionen mit ihren Kollegen sehr gut vernetzt, sodass sie wissen, wer an einer Mitarbeit interessiert sein könnte und die betreffende Person dann ansprechen. Auch umgekehrt wenden sich Interessenten direkt an uns.
Peter Ehrhardt (54) ist Vorsitzender des Tourismusausschusses der IHK Südlicher Oberrhein. Im Hauptberuf ist der gelernte Koch und Küchenmeister Geschäftsführer des Landgasthofs Adler in Breisach-Hochstetten und damit Chef von zwölf Mitarbeitern. Er ist seit sieben Jahren Mitglied im Ausschuss und seit vier Jahren dessen Vorsitzender. Er hat einige weitere Ehrenämter inne. So ist er Mitglied im Dehoga-Landesvorstand sowie stellvertretender Vorsitzender im Dehoga-Regionalverband Schwarzwald-Bodensee. Außerdem engagiert er sich als Zunftmeister der Narrenzunft Breisach.
Mit welchen Themen beschäftigen Sie sich?
Mit allen aktuellen die Branche bewegenden Themen, sei dies Mitarbeitergewinnung, Arbeitszeitregelung, Steuerpolitik oder Nachfolgeproblematik, um nur einige zu nennen. Die Tourismuswirtschaft braucht in der Politik und der Öffentlichkeit mehr Gewicht. Die IHK kann dabei als Tourismusbotschafter, Themenmanager und Unterstützer des Bürokratieabbaus wirken- auch das sind wichtige Aspekte für die Branche.
Wie häufig und wo treffen Sie sich?
Zweimal im Jahr und zwar meistens im Unternehmen eines der Ausschussmitglieder, sodass wir auf Dauer einen möglichst umfassenden Überblick über die Branche bekommen. Das reicht vom Vogtsbauernhof über den Campingplatz bis zum Sternerestaurant.
Was hat Sie bewogen, das Amt des Vorsitzenden zu übernehmen?
Für mich ist am wichtigsten, dass die Branche in der Politik und der Öffentlichkeit bekannter wird und dass ihre Wertschätzung steigt. Mir persönlich ist der Eigennutz weniger wichtig. Dass man ein großes Netzwerk aufbaut und der eigene Betrieb bekannter wird ist schön, aber das sind für mich Nebeneffekte.
Wie hoch ist Ihr zeitlicher Aufwand?
Ein halber Tag im Monat für die IHK, nochmal mindestens ein Tag für die anderen Ehrenämter. Das geht nur, wenn man Unterstützung von der Familie hat.
Interview: upl
IHK-Ansprechpartner für den Tourismusausschuss:
Michael Bertram
Telefon: 07621 3907-630
Mail: michael.bertram@freiburg.ihk.de
* Eine Liste aller Mitglieder des Tourismusausschusses finden Sie unter:
www.suedlicher-oberrhein.ihk.de ( 3420418)
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