Zur Lage der Automobilwirtschaft
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„Die aktuelle Situation ist geprägt von steigenden Kosten, Lieferschwierigkeiten und rechtlichen Unsicherheiten“, bilanzierte Thomas Weisser, Ausschussvorsitzender und Inhaber des Triberger Handelsunternehmens „Haus der 1000 Uhren“. Gleichzeitig sei die Verbraucherstimmung seit Kriegsbeginn in der Ukraine spürbar schlechter geworden. „Das Kaufverhalten der Kunden ist zurückhaltend, der Gang in die Innenstadt noch nicht selbstverständlich und der Extraeinkauf als Belohnung selten.“ Dies führe gerade im stationären Einzelhandel zu weniger Nachfrage, sinkenden Einnahmen und steigenden Kosten.
Olaf Roik, Bereichsleiter Wirtschaftspolitik beim Handelsverband Deutschland, bestätigte den Druck aus steigenden Preisen und vielerorts schwachen Kundenfrequenzen: „Eine flache Konjunktur drückt die Einkommenserwartung und damit die Konsumfreude.“ So befinde sich das HDE-Konsumbarometer aktuell sogar noch unter dem Wert des ersten Coronalockdowns. „Gleichzeitig verharren die Betriebsumsätze weiter unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Insbesondere bei den Betrieben aus Bekleidung, Non-Food und Innenstadthandel“, sagt Roik.
Er betonte, dass viele Einzelunternehmen aktuell nicht in der Lage seien, wichtige Zukunftsinvestitionen zu tätigen: beispielsweise in den Klimaschutz, in ihre Gebäudeausstattung oder die digitale Transformation. Umso wichtiger seien kommunale Innenstadtkonzepte und steuerliche Erleichterungen bei der Anschaffung und Entwicklung von Digitalisierungsvorhaben. Thomas Weisser bekräftigte dies abschließend: „Der Onlinehandel ist eine Chance. Dieser Markt wächst nachhaltig! Und wenn ein Markt wächst, dann wird der Händler einen Weg dorthin finden. Diesen Weg sollten möglichst viele Betriebe gehen.“
Text: Hi
Bild: Adobe Stock – Zerbor
Philipp Hilsenbek, Fachbereich Standortpolitik
Telefon: 07721 922-126
Mail: hilsenbek@vs.ihk.de
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