Zwei Statements für langfristigen Umweltschutz
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„Wir produzieren jetzt mehr Strom als wir verbrauchen“, erklärt Lifttec-Geschäftsführer Hans-Jürgen Hirt. Der 59-Jährige ist sehr zufrieden mit den Vorzügen des neuen Gebäudes, das seit 2018 in Betrieb ist. Dieses sei im Passivhausstandard errichtet worden, und das Konzept basiere auf erneuerbaren Energien. Die 36 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen indes am Komfort während der Arbeit nicht verzichten. Im Gegenteil: „Wir haben jetzt sowohl in der Produktion Fußbodenheizung und in der Verwaltung betonkernaktivierte Decken“, sagt Geschäftsführer Hirt, der beim Neubau auch Wert auf gut ausgestattete Sozialräume gelegt hat.
Der Energieverbrauch in Baden-Württemberg soll bis zum Jahr 2050 gegenüber 2010 halbiert werden. Dieses Ziel ist nur mit einer deutlichen Steigerung der Energieeffizienz von Unternehmen zu schaffen. Deshalb fördert das Umweltministerium sogenannte regionale Kompetenzstellen für Energieeffizienz (KEFF) in den zwölf Regionen Baden-Württembergs. Die KEFF sollen Unternehmen flächendeckend, kostenlos und unabhängig über Möglichkeiten zum Thema Energieeffizienz beraten. In der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg ist Effizienzmoderator Simon Scholl von der IHK für das Programm verantwortlich. Wer sich einen Überblick über alle Energie- und Stoffströme in seinem Unternehmen verschafft, erkennt schnell die großen Einsparpotenziale. Beim kostenfreien KEFF-Check wird genau das gemacht.
Neben der leistungsstarken Photovoltaikanlage auf dem Dach und einer Lüftungsanlage, die 80 Prozent Wärme aus der Umluft zurückgewinnt, macht ein kleines Blockheizkraftwerk den großen Unterschied. Es erzeugt im Winter die benötigte Wärme und im Sommer mittels einer besonderen Pumpe aus dieser Wärme Kälte. Dank solch durchdachter Lösungen erfüllt das Gebäude der Lifttec GmbH schon heute die Anforderungen der geplanten „Nahe-Null-Energie-Gebäude-Richtlinie“ der Europäischen Union. Die Vorbildfunktion des Neubaus im Donaueschinger Gewerbegebiet unterstreicht auch Simon Scholl. Er ist bei der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg als regionaler Effizienzmoderator für das KEFF-Programm des Landes verantwortlich. „Hier wurde mit Weitsicht und modernster Technologie gebaut“, so Scholl. Geplant wurde das Gebäude von Architekt Günter Limberger aus Donaueschingen, der sich schon seit Langem mit energieeffizienten Gebäuden beschäftigt.
Der Markt verlangt unterdessen immer stärker nach Produkten der Lifttec GmbH. Aufzüge, insbesondere für Menschen mit Beeinträchtigungen, Hebebühnen und Treppenlifte werden längst nicht nur für private Haushalte nachgefragt. „Viele Sportstätten, Rathäuser, Schulen, Kliniken, Arztpraxen, Läden und weitere Objekte wurden schon mit unseren Anlagen ausgestattet“, erklärt Geschäftsführer Hans-Jürgen Hirt. Seine Aufzüge transportieren etwa Menschen im Olympiastadion Berlin, im Kernforschungszentrum Jülich oder in der Gewerbeschule in Villingen-Schwenningen. Und weil der Bedarf an Aufzügen weiter wächst, denkt der Lifttec-Chef an Expansion: „Donaueschingen ist ein wunderbarer Standort. Gut möglich, dass wir noch anbauen.“
JW
Bild: Michael Kienzler
Simon Scholl, Kompetenzstelle Energieeffizienz
Telefon: 07721 922-149
Mail: simon.scholl.keff-bw@vs.ihk.de
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