Beginn eines weiten Weges
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Exemplarisch für die vielen Städte dieser Größe blickt der Podcast nach Ettenheim. Hier sprachen Bürgermeister Bruno Metz, Jens Przibilla als Vorstand der Ettenheimer Werbegemeinschaft Unternehmen Ettenheim sowie Inhaber des Optikers Unter Vier Augen, der Inhaber des Ettenheimer Bekleidungsgeschäfts Studio K, Thilo Haas, sowie IHK-Handelsreferent Thomas Kaiser mit Moderatorin und IHK-Pressesprecherin Natalie Butz.
Zur Frage der Konkurrenz stellte Kaiser fest: „Der Wettbewerb des stationären Handels ist nicht der Betrieb auf der grünen Wiese, sondern der Onlinehandel. Und da muss man sich in Zukunft komplett neu aufstellen und neu denken.“ Gleichzeitig mahnte der Experte auch für die Zeit nach der Pandemie: „Der Handel darf jetzt nicht in sein klassisches Geschäftsmodell zurückfallen. Einfach die Türen aufmachen und hoffen, dass die Leute reinkommen – das reicht nicht mehr. Da gehört mehr dazu, nämlich eine digitale Sichtbarkeit und auch die Neuaufstellung der Standortgemeinschaften.“
Zustimmung erhielt er hier von Thilo Haas: „Das Ziel am Schluss wird sein, den eigenen Onlineshop so gut es geht zu positionieren, mit einem tollen Marketing zu belegen, mit Eventmarketing, mit guten digitalen Angeboten. Das könnte eine gute Aussicht im Onlinebereich für den stationären Handel sein. Das ist aber nach wie vor eine große Herausforderung.“
Unterstützung für die Händler kommt von der Stadt. Bürgermeister Bruno Metz: „Es ist klasse, wenn einzelne Unternehmen einzelne Aktionen machen. Aber es gibt einen Mehrwert, wenn eine Stadt zusammen mit den Geschäften, mit den Gastronomen, mit kulturellen Vereinigungen und anderen mehr einlädt. Damit schaffen wir Aufmerksamkeit für neue Kunden.“ Für ihn hat der Handel eine wichtige Bedeutung in Ettenheim: „Der Handel ist nach wie vor einer der Schwerpunkte, nicht nur als Frequenzbringer. Er fördert das Leben, das Empfinden, die Identität einer Stadt.“
Beim Blick in die weite Zukunft wurde Jens Przibilla sorgenvoll: „Ich habe zwei Kinder. Aber wollen die mein Geschäft übernehmen? Nicht jeder möchte zehn Stunden am Tag arbeiten, sich um alles kümmern. Die kleinen Geschäfte wird es nicht mehr geben. Weil es einfach zu arbeitsintensiv ist.“
naz
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