Kompetenzzentrum für alkoholfreie Weinprodukte
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Mit dem Umbau des ehemaligen Kurhauses entsteht in Menzenschwand ein außergewöhnlicher Ort für Wissen, Baukultur, Begegnung und nachhaltiges Bauen mit Holz. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant.
Lange wurde geplant, entwickelt und vorbereitet – nun wird das Zentrum Holzbau Schwarzwald auch baulich sichtbar. Mit dem Umbau des ehemaligen Kurhauses und dem geplanten angrenzenden Neubau nimmt in Menzenschwand ein Leuchtturmprojekt Gestalt an, das weit über den Hochschwarzwald hinausstrahlt und das Kompetenzen rund um das nachhaltige Bauen und Sanieren mit Holz bündelt.
Dabei beginnt die Geschichte des gemeinnützigen Zentrum Holzbau Schwarzwald (ZHS) nicht erst mit dem Bau. Seit mehreren Jahren bringt die gemeinnützige Gesellschaft bereits Menschen aus Handwerk, Planung, Forschung, Wirtschaft, Bildung und Öffentlichkeit zusammen. Fort- und Weiterbildungen, die Praxistage.HOLZ für Studierende und Meisterschüler, Nachwuchsangebote, Exkursionen und Veranstaltungen haben das ZHS bereits als Plattform für nachhaltiges Bauen mit Holz etabliert. „Wir arbeiten seit Jahren daran, Wissen, Menschen und Kompetenzen rund um den Holzbau zusammenzubringen. Jetzt bekommt diese Arbeit endlich auch einen eigenen Ort“, sagt Stefan Kudermann, Geschäftsführer des Zentrum Holzbau Schwarzwald. „Und dieser Ort soll selbst zeigen, wofür wir stehen: für nachhaltiges Bauen und Sanieren mit Holz, für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und für die Verbindung von Wissen und Praxis.“
Das bauliche Konzept ist selbst Teil dieser Botschaft. In Menzenschwand entsteht kein isolierter Neubau: Das historische Haus Longo bleibt erhalten, das ehemalige Kurhaus wird saniert und einer neuen Nutzung zugeführt. Ergänzt wird der Bestand durch einen zeitgemäßen Holzbau. Gemeinsam bilden die drei Gebäude künftig ein Ensemble. Damit steht das Projekt laut Pressemitteilung beispielhaft für eine der zentralen Zukunftsaufgaben des Bauens: vorhandene Bausubstanz erhalten und weiterentwickeln, Ressourcen sinnvoll nutzen und Neubau dort ergänzen, wo er erforderlich ist. Mitten im bestehenden Ort entsteht so ein neuer Raum für Bildung, Begegnung, fachlichen Austausch und Öffentlichkeit.
Künftig sollen in Menzenschwand Veranstaltungen, Seminare, Weiterbildung, Wissenstransfer und Netzwerkarbeit ebenso ihren Platz haben wie Gastronomie und Beherbergung. So entstehe ein Ort, der Fachwelt und Öffentlichkeit zusammenbringt und nachhaltiges Bauen mit Holz nicht nur vermittelt, sondern unmittelbar erlebbar macht. Der Standort könnte dafür kaum passender sein. Menzenschwand liegt mitten in einer Landschaft, in der Wald, Holz und regionale Baukultur seit Jahrhunderten zusammengehören. Von diesem besonderen Ort im Hochschwarzwald aus soll das Zentrum zugleich über die Region hinaus wirken: als Treffpunkt für Fachleute, Nachwuchskräfte, Hochschulen, Unternehmen und Institutionen und als Ort des Austauschs über die Zukunft des Bauens.
„Menzenschwand ist für uns viel mehr als ein Standort“, sagt Kudermann. „Wir möchten hier einen echten Kraftort schaffen – einen Ort, an dem Menschen zusammenkommen, lernen, arbeiten und neue Ideen entwickeln. Verwurzelt im Schwarzwald, aber mit einem Blick weit über die Region hinaus."
Das Zentrum Holzbau Schwarzwald wurde 2022 als gemeinnützige GmbH gegründet und wird von elf Gesellschaftern aus Wirtschaft, Bildung, öffentlicher Hand und regionalen Institutionen getragen. Das Bauvorhaben in Menzenschwand ist ein im Rahmen von RegioWIN 2030 gefördertes Leuchtturmprojekt. Der Umbau des ehemaligen Kurhauses hat bereits begonnen. Der Baubeginn des Neubaus soll Anfang 2027 folgen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 8,3 Millionen Euro, rund 4,1 Millionen Euro werden durch das Land Baden-Württemberg gefördert.
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