157 Spitzen-Auszubildende und 40 Weiterbildungsbeste ausgezeichnet
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Die Initiatoren des Modells, darunter der frühere Arbeitsagentur-Projektleiter Werner Noltenhans, der damalige Offenburger Arbeitsagenturchef Manfred Ahrens und der ehemalige Leiter der Berufs- und Weiterbildung bei der IHK, Hartmut Möller, erinnerten an die Anfangsschwierigkeiten. Die größte dabei: überhaupt Betriebe zu finden, die bei dem Modell mitmachten. Inzwischen haben sich aber über 50 Unternehmen in der „gestuften Ausbildung“ engagiert. Dahinter steht die Erkenntnis, dass auch Jugendliche mit schlechtem Zeugnis und sozialen Problemen bei entsprechender Unterstützung gute Leistungen als spätere Facharbeiter erbringen und in Zeiten des Fachkräftemangels auf sie nicht verzichtet werden kann. Das Modell eignet sich auch für junge Franzosen, die erst einmal Deutsch lernen müssen, sowie für Migranten, die ebenfalls das Sprachproblem und öfter auch Schwierigkeiten haben, sich im gesellschaftlichen Gefüge Deutschlands zurechtzufinden. Werner Noltenhans hatte denn auch drei junge Leute mitgebracht, die ein Abbild des breiten Spektrums der gestuften Ausbildung repräsentieren. So hat Pierre Kurtz aus dem Elsass bei den Badischen Stahlwerken zunächst Fachkraft für Metalltechnik gelernt und dann Industriemechaniker. Er wurde Bundessieger in seinem Ausbildungsberuf. Täglich legt er 80 Kilometer von seinem Wohnort im Elsass nach Kehl zurück. Landing Jatta kam 2014 aus Gambia nach Deutschland. Er lernt Industriemechaniker bei Herrenknecht. Und Justin Utz ist im dritten Lehrjahr mit dem Ausbildungsziel Straßenbauer, nachdem er zuvor als Tiefbaufacharbeiter abgeschlossen hatte.
Entscheidend für die Einführung des Modells waren laut Christian Ramm, damals bei der Arbeitsagentur Offenburg ebenfalls für die gestufte Ausbildung zuständig und heute Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur in Freiburg, Vertrauen der Beteiligten untereinander, Kompromissbereitschaft und Experimentierfreudigkeit. Das hat nach Worten von Hartmut Möller auch dazu geführt, dass der damals bei den Badischen Stahlwerken beziehungsweise deren Ausbildungsfirma BAG verantwortliche Bernd Wiegele (der heute für die IHK tätig ist) so viele Lehrlinge aufnahm, dass eine eigene Berufsschulklasse in Kehl eingerichtet werden konnte. Die BAG bildete damit weit über den eigenen Bedarf hinaus aus.
Das Modell hat zum Bedauern der Beteiligten weder in unmittelbarer noch in weiterer Entfernung Nachahmer gefunden. Mit einer Ausnahme: Im Bezirk der Arbeitsagentur Osnabrück ist kürzlich die gestufte Ausbildung übernommen worden.
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