Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe 03/26 -Südlicher Oberrhein
E-Werk schüttet aus Das E-Werk Mittelbaden mit Sitz in Lahr hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Konzernumsatz von rund 565 Millionen Euro ab- geschlossen – ein Plus von zehn Millionen. Von den 1,3 Millionen Euro Bilanzgewinn gehen 9,8 Mil- lionen an die Gesellschafter – also an die EnBW und die Ortenauer Kommunen. Zusätzlich össen 14,7 Millionen Konzessionsabgabe und 4,1 Millionen Gewerbesteuer zur Fi- nanzierung kommunaler Aufgaben in die Gemeindehaushalte. Die Investitionen, vor allem in Netz- ausbau und erneuerbare Energien, lagen 2025 bei einem neuen Re- kordwert von 82,7 Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 562 Mitarbeiter. Solarkomplex wächst Die Solarkomplex AG aus Singen hat ihre Zahlen vorgelegt: Mit 128,3 Millionen Euro (Vorjahr: 104,6) ist die Bilanzsumme kräftig gewach- sen. Dies sei dem auf 93,9 Millio- nen Euro deutlich gewachsenen Anlagevermögen zuzuschreiben. Das Eigenkapital legte auf knapp 48 Millionen Euro zu, gut fünf Mil- lionen mehr als 2024. Das Jahres- ergebnis nach Steuern, Zinsen und Abschreibungen erreichte 2,8 Millionen Euro (Vorjahr: 2,4). Protein pusht Milchbauern Die Freiburger Schwarzwaldmilch- Gruppe hat 2025 ihren Umsatz ge- steigert. Positiv entwickelt hätten sich vor allem die Linien Schwarz- waldmilch Protein (plus 106 Pro- zent) und Bio Heumilch (plus 20 Prozent) sowie die Marke LAC lactosefrei (plus neun Pro- zent) und die Markenlizenz Land- liebe (plus zehn Prozent). Außer- dem würde sich die Übernahme der Allgäuer Käserei Bauhofer positiv bemerkbar machen, die seit Anfang 2026 zur Schwarzwald- milch-Gruppe gehört. BALLRECHTENDOTTINGEN. Der Misch- technik-Spezialist Ystral hat am Stammsitz in Ballrechten-Dottingen rund 1,8 Millionen Euro in ein neues Versuchszentrum investiert. Seit 1973 entwickelt und fertigt das familiengeführ- te Unternehmen mit knapp 300 Mitarbeitern Anlagen und Maschinen für Mischprozesse. Ob Bodylotion oder Raketentreibsto, Ystrals Anlagen sind weltweit im Einsatz und mischen Lebensmittel, Kosmetika, Farben, Lacke, Che- mikalien und Pharmaprodukte. Das neue Zentrum bringt laut Pressemitteilung vor allem eines: zusätzliche Kapazitäten. Kun- den können hier Produkte und Prozesse ent- wickeln, optimieren, Maschinen testen oder ihr Personal schulen. Der zusätzliche Versuchs- platz ermöglicht mehr Tests und ein breiteres Spektrum an Rohstoen. „Mit diesem zusätzlichen Versuchsplatz stüt- zen wir unsere Kernkompetenz“, so Geschäfts- führer und Miteigentümer Peter Manke. „Denn als Maschinen- und Anlagenbauer in der Pro- zess- und Verfahrenstechnik leben wir davon, gemeinsam mit unseren Kunden Lösungen zu entwickeln – und die Möglichkeit zur Durch- führung von Versuchen gibt dabei häug den Ausschlag, ob wir ein Projekt gewinnen.“ Erfolg von Anfang an Dass sich die Investition auszahlt, zeige sich unmittelbar: Nach erfolgreichen Demonstra- tionsversuchen vergab ein weltweit agierender Druckfarbenhersteller bereits einen Auftrag über rund 3,5Millionen Euro. Für Entwicklungs- leiter Uwe Klaumünzner kein Zufall: „Erfolgrei- che Tests münden bei uns fast immer in eine Zusammenarbeit.“ Das kompakte, rund 150 Quadratmeter große Würfelgebäude ist auf Wachstum ausgelegt, eine Erweiterung auf der angrenzenden Fläche sei möglich. „Aktuell sind wir für unsere Größe aber gut aufgestellt“, sagt Manke. Wo Erfolg gemixt wird Kurz notiert Neues Testzentrum von Ystral Ein Plus für potenzielle Kunden: Uwe Klaumünzner (rechts), Leiter Entwicklung und Versuche bei Ystral, erläutert bei einer Führung die Testmöglichkeiten des neuen Versuchszentrums. Fotos: Hansgrohe SE; Ystral Wirtschaft im Südwesten 3/2026 60
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