Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe 03/26 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Ausbildungsexperten: Miriam Kammerer und Simon Korb (IHK, beide rechts) mit dem Team von Junghans Microtec Adrian Shaqiri, Mirjam Fischinger und Nadja Schneider (v. l.) Stahlbau Schlüsselfertiges Bauen Elementbau in Beton und Holz Stahlfassadenbau Industriebau/Gewerbebau 72488 Sigmaringen Telefon +49 75 71 725- 0 Telefax +49 75 71 725-199 www.schwoerer-komplettbau.de Der russische Angri auf die Ukraine hat ge- zeigt, dass Frieden, Freiheit und Demokratie ak- tiv geschützt werden müssen. Zugleich wandelt sich das Bild der Verteidigungsindustrie: Sie gilt zunehmend als Schlüssel für Europas Souverä- nität und Stabilität. Für viele junge Menschen ist ein Job im Defence-Sektor daher sinnstif- tend statt widersprüchlich. Dieser Trend dürf- te sich mit Blick auf Sicherheit, Resilienz und technologische Unabhängigkeit verstärken. Auch bei Junghans Defence in Dunningen- Seedorf (Kreis Rottweil) heißt es, das Ansehen der Wehrtechnik habe sich verändert. Wachstumwirkt auch auf die Ausbildung Unter der Dachmarke Junghans Defence – mit der Junghans Microtec GmbH (Deutschland) und Junghans T2M SAS (Frankreich) – entwi- ckelt und fertigt das Unternehmen Zünder für Artillerie, Mörser, Infanteriemunition sowie für Raketen, Flugkörper und Torpedos. Als Joint Venture der Gruppen Diehl und Thales beliefert es internationale Streitkräfte und Munitionsher- steller mit Zünd- und Sicherungssystemen. Der Begri Sicherheit spiele dabei eine zentrale Rolle, betont Personalleiterin Nadja Schneider am Standort Seedorf. Viele junge Menschen wollten mit ihrer Arbeit zur Sicherheit des Lan- des beitragen, zugleich aber einen zukunftssi- cheren Job mit guten Karrierechancen Ÿnden. Derzeit bildet Junghans Defence 36 Auszubil- dende aus – mit sehr guten Übernahmechan- cen. „Wir sind in den vergangenen beiden Jah- ren von 350 auf 650 Beschäftigte gewachsen“, so Schneider. Parallel wurde die Ausbildung ausgebaut, um Fachkräfte gezielt selbst aus- zubilden. Der Standort wurde modernisiert, ein neuer Maschinenpark angescha t. Jährlich stellt das Unternehmen sechs bis zehn Azubis bedarfsorientiert ein. Wichtige Erfolgsfaktoren seien eine enge Betreuung und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten. Das spiegele sich auch in der langen Betriebszugehörigkeit von häuŸg zehn bis 40 Jahren – viele beginnen mit einer Ausbildung und übernehmen spä- ter Führungsverantwortung. Heute Stellen im Rüstungssektor zu besetzen, sei leichter als in manch anderem Beruf. „Die Leute empŸnden die Arbeit hier als sinnstiftend“, nennt Adrian Shaqiri, stellvertretender Ausbildungsleiter des Unternehmens, einen möglichen Grund dafür. Stefanie Siegmeier Im Auftrag der Sicherheit Seit der Zeitenwende erfährt der Rüstungssektor einen regelrechten Imagewandel. Vor allem bei jungen Menschen sind die Jobs in der Branche sehr gefragt – und die Karrierechancen gut. Ausbildungsberufe in der Wehrtechnik IHK-Ansprechpartnerin Sie wollen sich mit anderen Ausbildern austauschen? Melden Sie sich bei Miriam Kammerer, 07721/922-512 oder kammerer@vs.ihk.de. Schwarzwald-Baar-Heuberg 3/2026 37 Foto: pixl-agentur, HüŸngen

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