Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe 03/26 - Hochrhein-Bodensee

gedanken. Wachstum wird nicht bestraft – aber Ent- nahme wird besteuert. Bürokratie bleibt Produktivitätshemmnis In kaum einem Bereich ist der Reformbedarf so of- fensichtlich wie in der Verwaltung. Deutschland ist kein Hochlohnproblem-, sondern ein Hochbürokra- tie-Land. Unternehmen melden identische Daten an verschiedene Behörden, Bürger verwalten mehrere Identi›kationsnummern, Prozesse sind fragmentiert. Zeit, die in Verwaltung gebunden wird, fehlt in Wert- schöpfung. Ein struktureller Schritt wäre die Einführung einer einheitlichen Personen-Identi›kationsnummer, die Steuer-, Sozialversicherungs- und weitere Verwaltungs- nummern ersetzt. Verbunden mit einer integrierten digi- talen Verwaltungsstruktur könnte dies Doppelmeldungen vermeiden, Transparenz erhöhen und Kosten senken. International existieren funktionierende Beispiele. Tech- nisch ist die Umsetzung möglich. Entscheidend ist allein der politischeWille. Martin Wulf Wirtschaft im Südwesten 3/2026 66 Wieder- eröffnung Schwarzwaldhalle Aktionshalle Stadthalle dm-arena © Foto Fabry messe-karlsruhe.de Entdecken Sie Einzigartiges! Was kostet Bürokratie? Diese Frage hat das Ifo-Institut im Auftrag der IHK be- antwortet – mit der Studie Entgangene Wirtschaftsleistung durch hohen Büro- kratieaufwand. Am Ende kamen die Forscher auf 146 Milliarden Euro. Foto: Adobestock.com/Kritdanai

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