Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe 02/26 -Südlicher Oberrhein

Südlicher Oberrhein 2/2026 34 Die neue Vollversammlung steht Mehr Frauen sind künftig im „Parlament der regionalen Wirtschaft“ vertreten. Erste Amtshandlung der neuen Mitglieder: Im Rahmen der konstituierenden Sitzung am 30. Juli wählen sie das Präsidium. IHK-Wahl Das ehrenamtliche Engagement von Unter- nehmerinnen und Unternehmern in der IHK- Vollversammlung und den -Ausschüssen ist keine Selbstverständlichkeit. Wer einen Betrieb am Laufen halten muss, für den ist Zeit ein wert- volles Gut. Umso bemerkenswerter ist es auch, dass sich für die IHK-Wahl im März 80 Kandi- datinnen und Kandidaten auf 50 Sitze im „Par- lament der regionalen Wirtschaft“ beworben haben. Konstituierende Sitzung am 30. Juli Die Wahl ist schon wieder Geschichte, die Mit- glieder der neuen Vollversammlung für den Zeitraum 2026 bis 2031 bestimmen als erste Amtshandlung im Rahmen einer konstituie- renden Sitzung am 30. Juli aus ihrer Mitte das Präsidium mit Präsidentin oder Präsident, Stell- vertretenden und Vizes. Auch die Mitglieder von acht IHK-Ausschüssen werden an diesem Tag bestellt. Sie alle setzen sich unentgeltlich für die Wirtschaft in der Region ein. Auch be- merkenswert: Fortan werden 18 (zuvor 13) Frau- en in der Vollversammlung aktiv sein. Ihr Anteil steigt auf 36 Prozent. „Das ist ein tolles Zeichen, die Vollversammlung ist damit wieder ein Stück weiblicher geworden“, sagt IHK-Hauptge- schäftsführer Dieter Salomon. Von Unternehmern für Unternehmer „Es ist wichtig, dass wir eine solche Institution haben“, sagt der IHK-Wahlausschussvorsit- zendeOliver Schloz über die Arbeit der Vollver- sammlung. „Es ist wichtig, dass dieWirtschaft in der Region sich selbst verwaltet, dass gewählte Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen Entscheidungen für Unternehmen treffen. Nur so können Dinge, die die Wirtschaft betreffen, möglichst praxisnah umgesetzt werden.“ Die Bündelung und der Ausgleich nach innen so- wie das Vertreten von wirtschaftlichen Inter- essen nach außen ist der Wesenskern der IHK. Das hat auch das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2017 noch einmal klargestellt: Die regiona- len Interessen der Wirtschaft gegenüber Politik und Verwaltung lassen sich besser zu Gehör bringen, wenn dies nicht durch eine staatliche Behörde, sondern mittels einer sich selbst ver- waltenden Kammer getragen von den Unter- nehmen geschieht. Die IHK-Vollversammlung ist hier das zentrale Organ. Sie fällt Grundsatz- entscheidungen, bestimmt über die IHK-Beiträ- ge und den Haushalt oder andere strategische Fragen. „Je kompetenter und engagierter die Mitglieder der IHK-Vollversammlung sind, des- to besser und realitätsgerechter kann die IHK arbeiten“, sagt Schloz. Dieses Jahr wurde digital gewählt Alle fünf Jahrewählen dieMitglieder der Indus- trie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein ihre Vollversammlung – das oberste Organ der IHK. Rund 75000 Wahlberechtigte waren in diesem Jahr aufgerufen, vom 4. bis 24. März ihre Stimme abzugeben. Die Wahlberechtig- ten stimmten je nach Branchenzugehörigkeit in einer von vier Gruppen (Produzierendes Gewerbe, Absatzwirtschaft, Versicherungs- und Kreditgewerbe sowie Dienstleistungs-, Verkehrs- und Beherbergungsgewerbe) ab, aufgeteilt in den Bezirk Freiburg (Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Stadt Freiburg) und den Bezirk Lahr (Ortenau- kreis). Wie viele Sitze eine Wahlgruppe in der Vollversammlung hat, hängt von der Größe und Bedeutung des Wirtschaftszweigs der jeweili- gen Gruppe im entsprechenden Gebiet ab. In diesem Jahr wurde die IHK-Wahl ausschließlich digital durchgeführt. tas Fragen zur Wahl? Alle Infos rund um dieWahl gibt es auch im Internet:

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