Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe 02/26 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
• Option D: das Transformationsgeld, mit dem man gemeinsam Dellen ausgleicht, die dabei entstehen, dass ein anlaufendes Produkt noch nicht die gleichen Erträge bringt wie ein aus- laufender Bestseller oder wenn man vomAuto- motive-Zulieferer zum Wehrtechnik-Unter- nehmen mutieren muss. Auch hier geht es um den Verzicht auf Sonderzahlungen, meist ver- bunden mit einer Kopplung ans Ebit. Fällt der Überschuss beispielsweise auf weniger als 2,3 Prozent, wird die Auszahlung von Weihnachts- oder Urlaubsgeld verschoben, nach einemwei- teren mageren Jahr gestrichen. „Es darf keine Spirale nach unten geben“ Gerade weil sich diese vier Optionen aus Ge- werkschaftssicht wie ein Katalog von Grau- samkeiten liest, verweist die IG Metall auf die Individualität jeder Einzelfallentscheidung. „Wir achten sehr darauf, dass es keine Spirale nach unten gibt, keinen Unterbietungswettbewerb.“ Dennoch weiß man auch bei der IGMetall, dass gerade im Bereich Schwarzwald-Baar viele Be- triebe in „einer prekären Situation“ stecken. Bleile: „Wir sehen noch kein Licht am Ende des Tunnels.“ Die Betriebe hätten mehrheitlich aus der Krise 2009 gelernt und während der Coro- na-Krise ihre Beschäftigten gehalten – oft zu Lasten des Eigenkapitals. Jetzt aber sehe man sich mit diversen Krisen konfrontiert: Trumps Krieg gegen den Iran, sein mit Zöllen ausgetra- gener Handelskonflikt mit dem Rest der Welt, eine wankelmütige Politik in Deutschland und Europa, die immer stärker werdende Konkur- renz aus China. Dass vor diesem Hintergrund viele Arbeitgeber mit dem Gedanken spielen, sich aus der Tarifbindung zu verabschieden: Bleile weiß das. „Wir erleben schon, dass die Möglichkeit zu individuellen Vereinbarungen die Tendenz zur Tarifflucht bremst.“ Allramseder hat da eher die individuellen Situ- ationen vor Ort im Auge als das Prinzip der Ta- riftreue. „Es geht immer um die Zweck-Mittel- Relation. Darum, wie gut man es erklären kann und was man anzubieten hat in Sachen Be- schäftigungssicherung“, sagt die 38-jährige Anwältin und lobt noch einmal die Koopera- tionsbereitschaft der Sozialpartner in der Re- gion. „Unsere gemeinsame Verantwortung ist es, Arbeitsplätze zu retten und den Standort zu schützen.“ Denn was einmal nach Ungarn, Ru- Thomas Bleile vertritt als IG-Me- tall-Chef in Villingen- Schwenningen die Interessen seiner Mit- glieder und engagiert sich aktuell vor allem für die Sicherung gut bezahlter Arbeitsplät- ze in der Metall- und Elektroindustrie. Thomas Albiez begrüßt als Haupt- geschäftsführer der IHK die Dialogbereit- schaft der Tarifpart- ner in der Metall- Industrie – für ihn ist das ein mög- licher Weg aus der Krise auch für andere Branchen. VISIONS in THE BOW – Zukunft entsteht im Dialog Technologie, Austausch und Praxisnähe Die VISIONS in THE BOW am 16. April 2026 brachte Kund:innen, Partner:innen und Expert:innen zusammen, um aktuelle und zukünftige Themen kennen zu lernen! Im Fokus unserer Veranstaltung standen integrierte KI-Funktionen intelligenter Agenten und deren praxisnaher Einsatz in Microsoft Dynamics 365 Business Central . Wir zeigten, wie die Microsoft Power Platform und konkrete Wege in die Cloud Unternehmen bei ihrer digitalen Weiterentwicklung unterstützen, und präsentierten leistungsfähige ERP-Branchensolutions wie unitop Industrie & Handel, unitop NPO (Verband) und MEGABAU für unterschiedliche Branchenanforderungen. Ein Tag voller Perspektiven – und ein starkes Zeichen für Innovation im Dialog. Sprechen Sie mit uns über Ihre ERP- und KI-Strategie – unverbindlich & praxisnah. RIB Cosinus GmbH Ingeborg-Krummer-Schroth-Straße 18 a 79106 Freiburg im Breisgau www.rib-cosinus.com , info@rib-cosinus.com +49 761 51004-0 Image source: Panoptikon
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