Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe 02/26 - Hochrhein-Bodensee

D er Freiburger Stadtrand, ein altes Kar- täuser-Kloster am Hang, daneben zwölf würfelförmige Wohnhäuser. Viel Wald, viel Wiese. Grasende Schafe, das Dreisamtal, gegenüber die Schwarzwaldgipfel. Im Innern der altehrwürdigen Kloster-Mauern: Jugend- liche mit Schultaschen auf hellen Fluren, beim Mittagessen in der Mensa, beim Basketball im Innenhof. Durch verschiedene Akzente gefärb- te Englischfetzen wehen herüber. Aus ungefähr 90 Ländern stammen die Schüler am UWC Ro- bert Bosch College (RBC), dem einzigen deut- schen von 18 UnitedWorld Colleges. Die Schul- sprache ist Englisch und damit willkommen in einer Welt, die ihren ganz eigenen Rhythmus hat. Frieden in dieWelt tragen Die Bildungsbewegung UWC will junge Men- schen mit unterschiedlichen Nationalitäten, Kulturen, sozialen Schichten und Perspektiven zusammenbringen. Sie sollen von- und mitei- nander lernen und für zwei Jahre friedlich zu- sammenleben – trotz teils politischer Konflikte in und zwischen ihren Heimatländern wie Israel, Palästina, Iran oder Afghanistan. Die Jugendli- chen sollen den Frieden nach ihremAbschluss mit dem internationalen Abitur (dem Internatio- nal Baccalaureate) weitertragen in dieWelt, um diese positiv zu verändern. In Freiburg fand man für die Internatsschule nicht nur ein passendes Grundstück im Drei- ländereck, sondern auch Unterstützung durch die Stadt. 2011 war Spatenstich anlässlich des 150. Geburtstags von Robert Bosch, drei Jah- re später wurde das College eröffnet – ein Wirtschaft im Südwesten 2/2026 07

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5