Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe 02/26 - Hochrhein-Bodensee

Hochrhein-Bodensee 2/2026 43 und folgenreich das Thema ist, verdeutlichen die Ergebnisse des Energiewende-Barometers 2025. Energiepreise auf einem im internatio- nalen Vergleich hohen Niveau gehören zu den Faktoren, die Investitionsfähigkeit schmälern. In Baden-Württemberg gaben drei von zehn Un- ternehmen an, Investitionen in wichtige Kern- prozesse zurückzustellen. Ein gutes Fünftel antwortete, sich mit weniger Mitteln im Klima- schutz engagieren zu können. „Zugleich sind hohe Energiepreise ein weiterer Ansporn, in zusätzlicheMaßnahmen zur Energieeffizienz zu investieren“, erläutert IHK-Referent Dirk Schroff. Klimaneutral als Betrieb? Der Druck ist groß, aber durchaus auch die Chancen, die in betrieblicher Klimaneutralität als Transformationstreiber stecken. Kundenerwar- tungen, CO 2 -Preise und Anforderungen von Banken befeuern den Handlungsbedarf, be- tont Sebastian Bolay. Als Bereichsleiter Energie, Umwelt, Industrie beim DIHK war er aus Berlin zugeschaltet. Auch wenn in der Gegenwart vie- les unklar ist – zum Beispiel die künftigen Preise von Strom undWasserstoff oder die Anbindung des Südens Deutschlands an das Wasserstoff- kernnetz –, sollten sich Unternehmen beim Bezug von Fremdenergie auf eines einstellen: kontinuierlich steigende Kosten. An diesem Wasserstoff-Forum im Oktober: Dirk Schroff und Sunita Patel von der IHK Hochrhein-Bodensee laden schon heute zur Anmeldung ein. Quo vadis Gas, Strom und Wasserstoff? Auf Einladung der Wirtschaftsregion Südwest gab ein vielfältiges Programm in Bad Säckingen Antworten zur Energieversorgung von morgen. Märznachmittag setzen Sebastian Bolay und die weiteren Referenten die Energieversor- gung von morgen aus vielfältigen Bausteinen zusammen. Investitionen in Eigenerzeugung, Abschlüsse von Direktstromlieferverträgen (PPA) und Flexibilität bei der Uhrzeit des Strom- bezugs sind nur drei Beispiele. Als Best Practice zeigte ein Unternehmen, wie es gezielt Maß- nahmen mit Hilfe eines geförderten Transfor- mationsplans zur Klimaneutralität erarbeitete. Ganzheitlicher Ansatz „Um Kosten, Versorgungssicherheit und Kli- maziele gleichermaßen im Blick zu behalten, gewinnt ein ganzheitlicher Ansatz an Bedeu- tung – von der vorausschauenden Energie- beschaffung über Effizienzmaßnahmen bis hin zu einem integrierten Energiemanagement“, fasst Dirk Schroff zusammen. Die Fülle der An- satzpunkte weitet den Blick und führt zugleich vor Augen, einen eigenen Weg definieren zu müssen – individuell, aber nicht auf sich allein gestellt. Diesem Ziel ist auch das Wasserstoff-Forum im kommenden Herbst in Konstanz gewidmet. Im Zentrum steht: Vernetzung. „Wer teilnimmt, er- fährt von Projekten und lernt von der Erfahrung anderer“, sagt Sunita Patel, Mitorganisatorin und IHK-Referentin Innovation und Techno- logie. „Wasserstoff gehört zur Energiewende. Umso wichtiger ist es, sich nicht erst morgen damit zu beschäftigen, sondern heute schon über den berühmten Tellerrand zu blicken.“ Bettina Fettich-Biernath „Hohe Energiepreise sind ein Ansporn, in Maßnahmen zur Energieeffizienz zu investieren.“ Dirk Schroff, IHK-Referent

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