Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'26 -Südlicher Oberrhein

Sie haben dieWahl! Weitere Informationen zur IHK-Wahl 2026 finden Sie unter: terer und Liebherr in Freiburg. Den Rasen mit der Nagelschere zu schneiden, sei nicht sein Ding, sondern an Lösungen zu arbeiten, die dieWirtschaft in der Region voranbrächten. Dass die Selbstverwaltung der Wirtschaft ein großer Vorteil des Standorts Deutschland ist, liegt auf der Hand: Nicht staatliche Behörden kümmern sich um die umfangreichen Aufga- ben in der dualen Ausbildung und der beruf- lichen Weiterbildung, bei bestimmten berufli- chen Erlaubnisverfahren oder der Ausstellung relevanter Außenhandelsdokumente, sondern dieWirtschaft selbst – in Form der IHK in einer Region. „Staatliche Vorschriften werden mit Augenmaß und Sinn fürs Machbare umgesetzt unter der Aufsicht von Unternehmerinnen und Unternehmern vor Ort“, sagt Schloz. „Zugleich machen sie deutlich, wo es hakt und was wir brauchen, damit unsere regionale Wirtschaft vorankommt.“ Vom Bundesverfassungsgericht bestätigt Die Bündelung und der Ausgleich nach innen sowie das Vertreten von wirtschaftlichen Inte- ressen nach außen ist dabei der Wesenskern der IHK. Das hat auch das Bundesverfassungs- gericht im Jahr 2017 noch einmal klargestellt: Die regionalen Interessen der Wirtschaft ge- genüber Politik und Verwaltung lassen sich besser zu Gehör bringen, wenn dies nicht durch eine staatliche Behörde, sondern mittels einer sich selbst verwaltenden Kammer getra- gen von den Unternehmen geschieht. Die IHK- Vollversammlung ist hier das zentrale Organ. Sie fällt Grundsatzentscheidungen, bestimmt über die IHK-Beiträge und den Haushalt oder andere strategische Fragen. „Je kompetenter und engagierter die Mitglieder der IHK-Voll- versammlung sind, desto besser und realitäts- gerechter kann die IHK arbeiten“, sagt Schloz. „Und je höher die Wahlbeteiligung ist, desto selbstbewusster kann die IHK gegenüber Poli- tik und Ministerialverwaltung auftreten, um In- teressen der Wirtschaft durchzusetzen.“ tas Südlicher Oberrhein 1/2026 III Oliver Schloz engagiert sich seit Jahren als Mitglied des IHK-Wahlausschus- ses. In der aktuellen Wahlperiode ist er zum Vorsitzenden des Gremiums gewählt worden und bereitete die Wahl akribisch vor. Fotos: Dr. Schloz, Braun, Kiefer & Partner/Paul Wagner; IHK SO/Michael Bode; Illustration: iStock.com/Wutthinan Yosmadee Eberhard Liebherr ist seit 2021 Präsident der IHK Südlicher Oberrhein. Der Ge- schäftsführer von Ketterer und Liebherr, technischer Fach- handel aus Freiburg, stellt sein Präsi- dentenamt nun zur Verfügung.

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