Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'26 -Südlicher Oberrhein
Gestaltenwir www.tixit.de gemeinsam.nachhaltig.arbeiten Wir planen und fertigen Raumsysteme und Betriebseinrichtungen Arbeitsräumemit Zukunft Südlicher Oberrhein 1/2026 45 Für Gewerbeflächen gibt es kaum verlässliche Vergleichsdaten – besonders außerhalb der Großstädte. Um Mietern und Vermietern mehr Transparenz zu bieten, hat die IHK Südlicher Oberrhein gemeinsammit den IHKs Rhein‑Ne- ckar, Schwarzwald‑Baar‑Heuberg und Ulm ein neues digitales Instrument entwickelt: das On- linetool „IHK-Gewerbemieten“. Das kostenfreie Tool liefert eine aktuelle Miet- preisspanne für Laden-, Büro-, Gastronomie-, Produktions- und Lagerflächen für eine kon- krete Objektadresse. Ergänzt wird die Span- nenangabe der Miete pro Quadratmeter kalt/ netto durch eine Standortanalyse mit Faktoren wie Lagequalität, Erreichbarkeit, Kaufkraft oder Infrastrukturdaten des erfragten Ortes. Die Methodik kombiniert aktuelle Marktdaten des Instituts für Marktforschung „IIB“ – das auch strategischer Partner des Tools ist – mit Bonus‑ und Malusfaktoren wieGröße, Alter, Zu- stand, Ausstattung sowie einer differenzierten Lagenbewertung je Nutzungsart. Das IHK-Ge- werbemieten-Tool bietet damit eine erste Ori- entierung, ersetzt aber kein Gutachten. Die letzteGewerbemietstudie der IHK Südlicher Oberrhein stammt aus dem Jahr 2021 – und verliert wegen der dynamischen Marktentwick- lung täglich an Aussagekraft. „Das neue Tool lernt dagegen ständig dazu und wird mit Nut- zung immer präziser. Eine statische Studie kann das nicht mehr ausreichend abbilden“, erklärt Innenstadtberater Thomas Kaiser, der bei der IHK Südlicher Oberrhein Mitinitiator des Pro- jekts ist. „Unsere digitale Gewerbeobjektana- lyse ist kein gutachterlicher Mietspiegel. Sie ist ein Orientierungsinstrument – leicht zugäng- lich, datenbasiert und für Mieter und Vermieter aber auch für die Immobilienwirtschaft, Banken, Wirtschaftsförderungen und Verbänden kos- tenfrei nutzbar.“ Besonders wichtig: Anders als bei Wohnmietspiegeln gibt es für den Gewer- bebereich keine gesetzliche Verpflichtung zur Datenerhebung – und daher bisher nur wenige strukturierte Übersichten, vor allem außerhalb großer Städte. „Wir schaffen nun Transparenz in einem Markt, der sonst schwer einzuschät- zen ist – gerade in kleineren Kommunen“, sagt IHK‑Innenstadtberater Kaiser. tas Ein Tool für alle Fälle Mehr Transparenz für Mieter und Vermieter: Die digitale Analyse der IHK für Gewerbeobjekte ist an den Start gegangen. Gewerbemieten im Blick IHK Gewerbemieten Hier geht‘s zumOnlinetool: Die Lahrer Innenstadt: Wie teuer sind die Mietpreise für Gewerbeimmobilien hier? Die IHK- Mietpreisorientierung hilft weiter.
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