Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'26 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Badenova.de/energiewende Energiewende klingt nicht einfach wird’s mit uns. A m nördlichen Ortseingang von Inzlin- gen versteckt sich eine unspektaku- läre, lang gezogene Industriehalle mit Büros und Lagerflächen. Die 448 PV-Module auf dem flachen, gut 1000 Quadratmeter gro- ßen Satteldach sind von der Straße aus nicht zu sehen. Ebenfalls den Blicken entzogen ist der Stickstoffgenerator. Er steht zum Innen- hof hin, neben der Einfahrt in die Werkshalle. Beides wurde Ende 2025 installiert und sorgt dafür, dass der kleine Industriebetrieb nahe- zu autark wirtschaften kann, wenn es um drei wichtige Ressourcen geht: Strom, Wärme und Stickstoff. Die Idee, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach zu installieren, habe es schon lange gegeben, sagt Thomas Früh. Der Standort in demweitläufigen Tal unter dem Buttenberg sei dafür schließlich prädestiniert. Geleitet wird das Unternehmen seit 2006 von Thomas Früh und seinen Brüdern Michael Pi- ramund Pascal Früh. Allen drei gemein: die Lust am Entwickeln und Optimieren. So spannen sie auch die Idee der bloßen Stromerzeugung durch Sonnenstrahlen weiter: Der Solarstrom Die Stickstoff- Connection Die Piram Metallverarbeitung aus Inzlingen beweist, wie sich ein kleiner Industriebetrieb mit klugen Ideen, überschaubaren Investitionen und hausgemachtem Stickstoff energieautark für die Zukunft rüsten kann. Strom und Stickstoff vom Dach Info Zulieferer und Produzent Piram Stahl- und Metallbau wurde 1965 von Wilfried Piram in Inzlingen ge- gründet. Heute zählt das Unternehmen knapp 20 Mitarbeiter. Piram ist in erster Linie Zulieferer für Pharma- und Chemieanlagenbauer, produziert aber auch unter der Marke Badema Anbaugeräte für die Landwirt- schaft.

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