Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'26 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
Heizen mit Prozesswärme Energieeffizienz spielt dabei schon lange eine Rolle. Bereits 2011 setzte man im Neubau auf eine Fußbodenheizung, die vollständig mit Pro- zesswärme gespeist wird – aus Hydraulik- und Werkzeugkühlung sowie aus Druckluftprozes- sen. „Wir nutzen die gesamte Prozesswärme für die Heizung des Gebäudes“, beschreibt Jens Roth den internen Kreislauf. 2015 folgte die Umstellung auf tageslichtabhängige LED- Beleuchtung in der gesamten Fertigung. Der Leistungsbedarf sank dadurch von 44 auf elf Kilowatt. Die Zahlen zeigen, wie konsequent Schwarz den Weg der Eigenversorgung und Effizienz verfolgt. Trotzdem müssen jährlich noch rund 3,2 Gi- gawattstunden Strom zugekauft werden – für etwa 655000 Euro. Dass dieser Betrag zuletzt gesunken ist, sieht Uwe Schwarz mit gemisch- ten Gefühlen. Niedrigere Strompreise entlasten zwar kurzfristig die Kosten, könnten aber Inves- titionen bremsen. „Wenn es sich nicht mehr Fotos: Gebrüder Schwarz Photovoltaik-Netzwerk BW Photovoltaik-Anlagen auf Parkplatzflächen und Stellplätzen sind laut EEG förderfähig. Mehr Informationen dazu liefert das Faktenpapier des Photovoltaik Netz- werks Baden-Württemberg: Photovoltaik ist Trumpf: Bei Ge- brüder Schwarz in Neukirch sind nicht nur die Parkflächen, sondern auch die Gebäudefassaden mit PV-Modulen ausgestattet. Eine Agri-PV-Anlage er- gänzt die hauseigene Stromerzeugung. lohnt, macht es keiner“, sagt er nüchtern. Am Ende handle dieWirtschaft ökonomisch – nicht ökologisch. Daniela Santo
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