Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'26 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Wirtschaft im Südwesten 1/2026 61 Alle Ausgaben der Wirtschaft im Südwesten nden Sie auch als digitales Blättermagazin in unserem Online-Archiv. Verpasst? Gibtʼs nicht. Jetzt stöbern! EINS IST SICHER – IHR GEBÄUDE IHR PARTNER FÜR GEBÄUDESICHERHEIT. SCHLIESSANLAGEN – BAUBESCHLÄGE FESTSTELLANLAGEN - ALARMANLAGEN VIDEOÜBERWACHUNG hallo@petersen-vs.de www.petersen-vs.de Dickenhardtstraße 53 78054 Villingen-Schwenningen nehmen wie Step nutzen den trinationalen Markt für Kooperationen und Kundenakquise – und können ihre Schweizer Kunden genau- so schnell erreichen, wie die Kunden in Deutschland, dank der gut ausgebauten Infrastruktur in der Metropolregion Basel: Die bietet je nach Bedarf den Anschluss ans ICE-Netz über Basel und an die Autobahnen gen Süden und Norden, die Rheinhäfen für den Güter- transport und den Euroairport Basel-Mulhouse-Freiburg. Oberbürgermeister Jörg Lutz jedenfalls findet: „Die Nähe zur Schweiz ist für Lörrach ein klarer Standortvorteil. Insbesondere für den Einzel- handel, der stark von der Kaufkraft aus dem Nachbarland profitiert.“ DieMehrwertsteuerrückerstattung und Preisvorteile in Deutschland locken Schweizer Kunden, die je nach Sortiment bis zu 30 Prozent zum Umsatz in Lörrach beitragen. Auch das höhere Einkommen der vielen in Lörrach lebenden Grenzgänger wirke sich positiv auf die Nachfrage in der Stadt aus, berichtet Unternehmer Hall. Rund 5500 tägliche Schweiz-Pendler sind es aktuell allein aus der Stadt Lörrach, mehr als 22000 aus dem gesamten Landkreis. Lörrachs Rolle als Tor in die EU Lörrach muss sich also nicht verstecken – und tut es auch nicht. „Strategisch setzen wir auf eine enge grenzüberschreitende Vernet- zung“, sagt der OB. Da helfen Initiativen wie Metrobasel, der Trinatio- nale Eurodistrict Basel oder der Bio-Valley-Treffpunkt Lörrach. Wie aber schafft Lörrach den Balanceakt, einerseits eng mit Basel ver- flochten zu sein und gleichzeitig einen eigenständigen Wirtschafts- raum zu entwickeln, ohne zum reinenWohnort zu werden? „Unser Ziel ist es, Lörrach als attraktiven und verlässlichen EU-Standort sicht- bar zu machen.“ Das gelinge aktuell vor allem im Bereich der Life Sciences. Aber nicht nur: „Immer wieder gibt es Ansiedlungen von Unternehmen, die Zertifizierungen von Schweizer Produkten für den europäischen Markt vornehmen. Mit Tally Weijll gibt es zum Beispiel ein Schweizer Textilunternehmen in Lörrach, das aufgrund der Nähe zum Hauptsitz in Basel hier angesiedelt wurde.“ Aus Sicht derWirtschaftsförderung und des OB ist die Sicherung von Gewerbeflächen ebenso von zentraler Bedeutung: Sie gewährleiste Arbeitsplätze, Entwicklungsperspektiven, stabileGewerbesteuerein- nahmen sowie die lokale Versorgung mit handwerklichen Dienstleis- tungen. Weil die Tal- und Grenzlage bebaubare Flächen in Lörrach zum knappen Gut machen, seien Nachnutzungen vonWandel-Area- len strategisch wichtig. Und der Wettbewerb um Fachkräfte? Da be- tont man bewusst die Vorteile des Standorts Deutschland – etwa die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch mehr staatliche Unterstützung. Lutz: „Gerade für junge Familien ist das ein starkes Argument, bei dem wir im Vergleich zur Schweiz deutlich punkten können.“ Susanne Ehmann Foto: Lucia Hofmaier Marion Ziegler-Jung, Geschäftsführerin Wirtschaftsförderung „Reiner Wohnstandort sollte Lörrach angesichts geopolitischer Veränderungen nicht werden.“

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5