Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'26 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
F R E I B U R G · R A S T A T T · K A R L S R U H E · O F F E N B U R G · B I N Z E N · W A L D S H U T - T I E N G E N · K A R L S D O R F - N E U T H A R D DER KÜCHENEINRICHTER – AUCH FÜR DEN OBJEKTBAU! Ein großes Bauvorhaben, viele Wohneinheiten, individuelle Wünsche und Planungsvarianten? Können wir auch! Termingerecht, aus einer Hand, perfekt geplant. Wir sind erfahrener Partner* des Baugewerbes. e e 7 MAL GANZ IN IHRER NÄHE www.grimm-kuechen.de objektbau@grimm-kuechen.de * Weitere Referenzen unter www.grimm-kuechen.de/service/gewerbekunden GRIMM KÜCHEN MACHEN EINFACH GLÜCKLICHER [ ] Wirtschaft im Südwesten 1/2026 53 Während im Neuwerk Kreativität den Ton an- gibt, wird im nahen Bücklepark an der Zukunft der Stadt gebaut. Schon vor dem Zweiten Weltkrieg war das Konstanzer Siemens-Areal ein bedeutender Industriestandort – bis der Konzern umsiedelte und rund 70000 Quadrat- meter Industriefläche brachlagen. Die Idee der Stadt: Das Gelände beleben – als gemischtes Quartier mit Wohnen, Arbeiten und urbanen Freiräumen. In der I+R-Gruppe aus dem öster- reichischen Lauterach hat die Stadt 2017 den passenden Entwickler gefunden. „Wir rechnen damit, am Ende einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag in die Entwicklung des Gelän- des investiert zu haben“, sagt Sarah Reinhardt, Geschäftsführerin der I+R-Tochter J+R-Immo- bilien Konstanz. Ein neues Quartier Drei ehemalige Siemens-Bürogebäude wur- den bereits energetisch ertüchtigt und sind heute auf 16000 Quadratmetern zu 95 Pro- zent vermietet – an innovative Unternehmen und Start-ups ebenso wie an Gesundheits- und Dienstleistungsbetriebe. Ankermieter ist das Gründungszentrum der Stadt, außerdem zählen das Max-Planck-Institut, die Fachhoch- schule und die Internationale Bodenseekonfe- renz zu den Mietern. Ein besonderer Ort (und laut Immobilienverwalter Florian Müller-Braun aktuell die „größte Herausforderung“, weil man auf der Suche nach einem Betreiber ist) ist die denkmalgeschützte Sheddach-Halle, einst Herzstück der Siemens-Forschung. Sie soll zu einem offenen Treffpunkt werden – mit Kultur, Dienstleistungen, Technologie, Gastronomie oder Gewerbe. Parallel wächst der Wohnanteil. Auf dem 70000 Quadratmeter großen Areal entstehen rund 500 Wohnungen, davon 30 Prozent sozialer Wohnungsbau. Die städtische WohnungsbaugesellschaftWobak errichtet vier dieser Gebäude. Ein früherer Siemens-Bau wird künftig als Studierenden- und Azubiwohnraum genutzt. Als erster Neubau entsteht eine Kita. Auch dieses Konversionsprojekt braucht viel Köpfchen: Leitungen, Brandschutz, Energie und Erschließung mussten auf dem ehemali- gen Siemens-Gelände völlig neu gedacht wer- den. „Ein Abriss wäre sicher einfacher gewesen, aber das widerspricht unserem Gedanken der Nachhaltigkeit“, sagt Sarah Reinhardt. Patrick Merck/Daniela Santo Foto: Aesculap; Neuwerk Kinder und Kunst: Wo in Tuttlingen einst Briefe sortiert wurden, haben heute in der Kita Alte Post Kinder das Sagen (l). Im Neuwerk in Konstanz beherbergt die ehemalige Stromeyer Zeltfabrik mittlerweile Gewerbe, Handwerk, Hobby, Kunst und Kultur. Eine eigens gegründete Genossenschaft hat das Areal 200 erworben und vor dem Verfall gerettet.
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