Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'26 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Wirtschaft im Südwesten 1/2026 51 Täglich das Wichtigste aus der Region… Folgen Sie jetzt der WiS auf LinkedIn! net sind da zum Beispiel Produktionsbetriebe und Büros, ein Boardinghouse, ein Parkhaus, eine Kantine, eine Kita. „Zukunftsbild“, nennt es Burkhard Jorg und blickt aus dem Fenster auf die alten Gebäude. Wenn die zurückgebaut sind und die freien Flächen erschlossen sind, ist nicht nur ein wichtiger Meilenstein erreicht. Dann erst werde sichtbar, welches Potenzial im Osten der Stadt steckt. Dessen ist sich Jorg si- cher. Doch auch das ist nur ein Teil der nächs- ten Aufgaben. Jetzt suchen Jorg und seine Mitstreiter nach Pilotprojekten, um sie auf dem Areal umzusetzen. „Raum braucht etwas Greif- bares, um unsere Idee verständlich werden zu lassen.“ Denn noch sind es nur Pläne. Was auf dem Lauffenmühle-Areal, wenige Me- ter Luftlinie vom Lörracher Messegelände ent- fernt, entstehen soll, ist allerdings recht klar definiert: Gewerbeflächen zwischen 1000 und 10000 Quadratmetern – entweder zum Kauf oder in Erbpacht. Kein Einzelhandel, keineGas- tronomie. Laut den aktuellen Plänen wird es gut 76000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche geben. Wann ist allerdings unklar. Zunächst muss der Bebauungsplan unter Dach und Fach sein. Bis zur ersten Jahreshälfte 2027 soll die Fläche im Detail überplant sein – inklusive Erschließungsstraße. Ernsthafte Interessenten gebe es bereits. Lörrach ist kein Sonderfall Bundesweit setzt sich zunehmend die Erkennt- nis durch, dass Entwickeln und Umnutzen im Bestand nachhaltiger ist, als neu zu beginnen. Wie stark dieses Umdenken bereits durch- schlägt, zeigt der Blick auf die Zahlen. Laut einer Studie des Instituts für Baubetriebswesen an der TU Dresden sind die Abrisszahlen deutsch- landweit seit 2007 gesunken, besonders deut- lich seit 2018. Zwischen 2007 und 2021 nahm die Zahl der Abrisse von Wohngebäuden um 36 Prozent ab, bei Nichtwohngebäuden um 19 Prozent. Abriss oder Neuanfang? Vor dieser Frage standen auch die Tuttlinger, als sich die Deut- sche Post im Jahr 2000 von ihrer ehemaligen Hauptpost trennte. Schon lange zuvor war der Schalterbetrieb in dem 1923 erbauten Gebäu- de eingestellt worden, in dem heute nicht mehr Briefe, sondern Kinder die Hauptrolle spielen. Aesculap, die Chirurgie-Sparte von B. Braun, war es damals, die sich bewusst für den Neu- anfang entschied, das Gebäude kaufte und zu- nächst als Produktionsstätte nutzte. „Die zent- rale Lage, die großzügigen Räumlichkeiten und das hohe Potenzial für eine nachhaltige Nut- zung sprachen klar für den Erhalt“, sagt Jens von Lackum, Vorstandsmitglied von B. Braun. Auch 2009, als man das Gebäude für die Pro- Neues Quartier Auf dem ehemaligen Siemens-Gelände im Konstanzer Stadtteil Petershausen West ent- steht mit dem Bückle- park ein neues Quartier. Schon jetzt treffen dort unweit der Konstan- zer Altstadt moderne Arbeitswelten, Start-ups und ausgewählte Events auf Wohnen und Leben an einem außergewöhn- lichen Ort. Fotos: Stadt Lörrach; Immobetriebe Hausverwaltung mail@wolfsystem.de www.wolfsystem.de PRODUKTION MONTAGE PLANUNG Wolf System GmbH 94486 Osterhofen 09932 37-0

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