Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'26 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Schwarzwald-Baar-Heuberg 1/2026 40 Foto: Patrick vom Berg Die Burg der Sterne Regionale Produkte, überregionale Ausstrahlung, ein lichtdurchfluteter Gastraum, ein gut gefüllter Weinkeller: Die Burg in Donaueschingen steht für Gastlichkeit auf hohem Niveau mitten auf dem Land. Das Gastro-Märchen der Grom-Brüder Die IHK unterstützt Wertvolle Infos für Gastgeber und Hoteliers finden IHK-Mitglieder bei Daniela Hermann, 07721/922-136, hermann@vs.ihk.de . Darüber hinaus unterstützt die IHK mit einem breit gefächerten Veranstaltungs- angebot, das auch für Gastronomen passende Formate bereithält: taurant hinzu, in dem sie eine bodenständige, heimatverbundene À-la-carte-Küche anbieten. Und auch der zweite Betrieb, das Café und Deli Karlies in Donaueschingen, ist seit 2023 eine beliebte Adresse. Das Konzept: hochwertiges Frühstück, hausgemachte Kuchen und Kaffee- spezialitäten aus der Siebträgermaschine. Familie imGastgewerbe zu Hause „Mein Bruder und ich wurden in die Gastrono- mie hineingeboren, das ist unser großer Vorteil“, erklärt Niklas Grom und sein Bruder ergänzt: „Wir hatten uns schon immer als Ziel gesteckt, etwas Eigenes aufzumachen. Eigentlich wollten wir das Gartencafé unserer Eltern auf den Im- menhöfen ausbauen.“ Dort liegen die Wurzeln des Erfolgs, die Familie schloss es jedoch 2013 nach dem Tod des Vaters. Die erste Ausbildungsstation führte beide zu- nächst in den Öschberghof, danach ging es in weitere Betriebe der gehobenen Gastronomie. Die Devise: „Von den Besten lernen.“ Sie waren in der weiten Welt der Gastronomie unterwegs, als der Ruf aus der Heimat kam. Von Horst Hall, Eigentümer der Burg-Immobilie, kam die An- frage, ob die beiden sich vorstellen könnten, die Burg zu übernehmen. Der Start wurde er- leichtert, weil die Immobilie mit Restaurant, Hotelzimmer und Weinbar saniert war und gut ausgestattet wurde. „Es galt nur, ein spannen- des Konzept zu erarbeiten“, erklärt Niklas Grom. Der rote Faden: Die Menüs sollten alle hausge- macht sein, aus regionalen Top-Produkten. Mittlerweile ist die Burg zwischen Stuttgart und Zürich bekannt und überzeugt mit Kochkunst und Gastlichkeit. Wilfried Strohmeier D ie Geschichte von Jason und Niklas Grom hat etwas Märchenhaftes. Es ist die Geschichte von zwei Brüdern, die auszogen, die Gastronomiewelt zu erobern, unverhofft nach Hause zurückkehrten und mit einem Sterntaler, dem Michelin-Stern, belohnt wurden – obwohl es eigentlich gar nicht das Ziel der Brüder Grom war, mit dem Restaurant einen Stern zu holen. Optimismus zahlt sich aus Die Brüder waren Anfang 20, als sie 2017 den risikoreichen Sprung ins eigene Restaurant Burg im Donaueschinger Ortsteil Aasen wag- ten. „Eigentlich ein bisschen jung“, wie Niklas Grom sagt. Doch ihr Optimismus, ihr Mut, ihr Arbeitseinsatz und ihr Können wurden im Früh- jahr 2023 belohnt – mit einem Michelin-Stern. „Wir waren ehrlich gesagt überrascht, weil die gehobene Sterne-Gastronomie eher als steif gilt“, sagt Niklas Grom. „Aber wir wollen anders sein, ein Gasthaus mit einem vielseitigen Ange- bot, für Genießer, für jeden Anlass.“ Um dies zu bekräftigen, ruhen sich die Brüder nicht auf ihren Lorbeeren aus, denn seit Januar 2026 haben sie das Konzept der Burg erweitert. Nach wie vor nimmt der Bereich Fine Dining einen großen Raum in ihrem Restaurant ein. Zusätzlich kommt nun das Gasthaus im Res- Gemeinsam in die Zukunft: Die Sterneköche Niklas und Jason Grom (v. l.) sind ein fester Anker in der regionalen Kulinarik.

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