Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'26 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
Schwarzwald-Baar-Heuberg 1/2026 34 Diese Herausforderung kennt auch Norbert Echle aus Eschbronn. Die Logistik, die hinter je- der Reise stehe, sei enorm. Er ist froh, zuverläs- sigeMitarbeiter aus neun Nationen für alle Auf- gabenbereiche zu haben. Dazu zählt er explizit auch die Reinigungsfrauen, die über Nacht die Busse für die Fahrt am nächsten Morgen vor- bereiten. Anspruchsvoll sei aber auch die Or- ganisation des Zubringerverkehrs aus dem Einzugsgebiet von Freiburg und Offenburg bis nach Konstanz und Albstadt zum jeweiligen Ab- fahrtsort. Das Geschäft läuft. „Die Auftragsbücher fül- len sich für die neue Saison bereits sehr gut“, sagt Norbert Echle, der das Unternehmen seit 20 Jahren gemeinsam mit seinem Bruder Gerhard führt. Damals hätte er nicht gedacht, dass die Menschen immer noch gerne nach Bayern und Südtirol reisen. „Da habe ich mich getäuscht“, schmunzelt Echle. Die klassischen Ziele bleiben beliebt und bilden weiterhin das Hauptgeschäft. Doch es gibt auch Neues: DieGebrüder Echle spüren gezielt Ziele ab- seits der großen Touristenströ- me auf, etwa auf dem Balkan. „Das macht uns richtig Spaß – an den Gardasee fahren kann jeder“, meint Norbert Echle. Immer beliebter werden auch Flusskreuzfahr- ten. „Die gehen sehr gut, weil sie für die Kunden äußerst bequem sind.“ Die Gäste sind in ihrem schwimmenden Hotel unterwegs, müssen ihren Koffer nur einmal aus- und wieder ein- packen und sehen dennoch jeden Tag eine andere Stadt. Der Bus fährt parallel mit und steht am Etappenziel für Ausflüge bereit. Ein Renner seien auch Hochseekreuzfahrten, für die die Kunden zu Hause abgeholt und mit dem großen Reisebus zum Hafen gebracht werden. Und noch einen Trend hat der Reisefachmann ausgemacht: Seine Kunden wollen länger mit dem Bus verreisen – statt vier Tagen sollen es mindestens sechs sein. Individuell und interaktiv Dass Kunden auch bei Pauschalreisen mehr Individualität wünschen, weiß auch Mahmut Bilgay aus seinem Reisebüro in Tuttlingen. Er bietet deshalb sogenannte Bausteinreisen an. Das heißt: Die Kunden können sich innerhalb des Programms ihre eigenen Bestandteile zu- sammenstellen. Seit der Gründung seines Unternehmens im Jahr 2018 arbeitet Bilgay mit großen Reiseveranstaltern wie TUI und Alltours zusammen. Ein bewährter Partner ist außerdem das Reiseunternehmen Hauser in Rottweil. Corona ist laut Bilgay endgültig überwunden. Er hat die Zeit genutzt, um mit seiner Frau in den sozialen Netzwerken aktiv zu werden. Über diese Kanäle kommen inzwischen Kunden aus Norbert Echle, Reiseunternehmer „Unsere Auftragsbücher füllen sich für die neue Reisesaison bereits sehr gut.“ Fotos-: pixl-Agentur, Hüfingen
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