Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'26 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
ger Sicht ein lächerlich günstiger Betrag“, sagt Schumacher. „Aber für die damaligen Verhält- nisse ganz okay.“ Außerdem ging es mit United Internet in neue Sphären. Sedo wurde weltweit aktiv, verkaufte mehrere tausend Domains im Monat und Schumacher ging für einige Jahre als Manager in dieUSA – als Boss über mehr als 350 Mitarbeiter. 2012 stieg Schumacher aus, wollte wieder Gründer sein, noch mal etwas Neues aufbau- en – und avancierte mit Wladimir Palant und Till Faida als Entwickler von Adblockern zum Erz- feind deutscher Medienhäuser. Burda, Sprin- ger, der Spiegel – alle lebten damals online von Werbebannern. Und die verschwanden, wenn man einen Adblocker einsetzte. Genau damit ging Eyeo durch die Decke. Schnell war man bei 100 Millionen aktiven Nutzern, kassierte eine Art digitale Maut von so genannten Ac- ceptable Ads (was nicht unumstritten war) und strich von jedem Euro Umsatz satte 50 Pro- zent als Gewinn ein. Eine Gelddruckmaschine – aber eine, die man immer wieder vor Gericht verteidigen musste. Mit dem World Fund ist das anders. Kein Ärger mehr, keine Hausdurchsuchungen, keine Ge- richtsverhandlungen. Von der Politik wie den Medien gibt es Wohlwollen und Zuspruch. Also alles eitel Sonnenschein? Fast. Denn auch Schumacher macht sich als Papa von zwei Jungen (13 und 17) so seine Gedanken zur Zu- kunft des Wirtschaftsstandorts. Allen Heraus- forderungen zum Trotz bleibt er optimistisch: „Deutschland ist derzeit völlig underrated“, sagt er. „Wir erleben gerade, wie sich ausländische Unternehmer für kleines Geld einkaufen und geben zu viele kommende Weltmarktführer zu früh ab. Wenn wir da gegensteuern, wird sich das lohnen!“ Ulf Tietge Ausgezeichnet vernetzt Tim Schumacher im Eyeo-Büro mit Maik Heuser von RTL und mit dem Preis für den Best Impact Investor, ver- geben von der KfW an ihn und sein Team Fotos: privat/Tim Schumacher Wir liefern Verlässlichkeit Wenn Kühlketten genau eingehalten werden müssen und die Zeitfenster eng sind, zählt jeder Handgriff. Genau dann sind wir für Sie da – zuverlässig, sicher und mit kühlem Kopf. Mit zehn eigenen Landesgesellschaften und der Einbindung in ein Netzwerk von 34 Ländern im European Food Network bieten wir Ihnen sicheren Transport, effizientes Warehousing, durchgängige Temperaturführung sowie zahlreiche Value Added Services. Ab Juni 2026 stärken wir die Region Südbaden: Das Logistikzentrum Freiburg wird Teil des DACHSER Food Logistics Netzwerks. Der Bereich Food Ambient ist bereits aktiv. DACHSER SE • Logistikzentrum Freiburg • sales.freiburg@dachser.de european-foodnetwork.com • dachser.de Logistik, die Ihr Geschäft auffrischt. DACHSER Food Logistics 260114_ANZ_FL_WiSW_DE_24_196x125_V05.indd 1 02.02.2026 09:04:30 Wirtschaft im Südwesten 1/2026 20
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