Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'26 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Wirtschaft im Südwesten 1/2026 15 Excel-Tabellen, Schornsteinfegerlisten, Sa- tellitenbilder und alte Ordner im Keller: Wenn Kommunen oder Versorger ihre Energiepla- nung angehen möchten, liegen meist zwar jede Menge Daten vor – allerdings verstreut und un- einheitlich. Wie lassen sich diese so verknüp- Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (kurz Mint) sind nicht jedermanns Sache. Allerdings führt das zu Fachkräfteman- gel in Industrie, Handwerk und an Schulen im Mint-Bereich, in dem noch dazu der Frauen- anteil gering ist. Das rief Nicola Gepperth und Esra Mandaci auf den Plan. Die beiden Natur- wissenschaftlerinnen dachten sich „represen- tation matters“ und gründeten 2022 die Expe- rinauten. Seither sind sie in Klassenzimmern und auf Bühnen unterwegs mit Science Shows, Workshops und Vorträgen für Kinder und Er- fen und analysieren, dass daraus belastbare Planungsgrundlagen für die Energiewende entstehen? Aus dieser Herausforderung und der Vision eines klar verständlichen virtuellen Gesamtbilds heraus haben David Fischer, Sven Killinger und Kai Mainzer 2019 Greenventory wachsene. Ziele: Kinder und Jugendliche lang- fristig für Mint zu begeistern bis hin zu Beruf und Studiumund dieMint-Allgemeinbildung zu fördern, „denn nur informierte Menschen sind dazu fähig, wissenschaftliche Entscheidungen zu verstehen und mitzutragen“. Dabei hilft den Chefinnen ein stabiles, achtköpfiges Team. Finanziert werden die Projekte aus Stiftungs- und Kommunalgeldern sowie Einnahmen über Events. Neue Projekte sind auch schon in der Pipeline. „Wir sind innerhalb der letzten vier Jahre enorm gewachsen und haben ein be- achtliches Portfolio geschaffen. Wir haben den Anspruch, Skalierung und hohe Qualität auf ei- nem Level zu halten. Das bedarf ständiger Auf- merksamkeit und der Pflege der Strukturen.“ se gegründet, abgeleitet aus „green“ für erneu- erbare Energie und „inventory“ für systemati- sche Erfassung und Abbildung. Das Freiburger Unternehmen begleitet seine Kunden bei der digitalen Inventarisierung und Analyse von Energieinfrastrukturen und -systemen und ist eine Ausgründung aus dem Fraunhofer-Ins- titut für Solare Energiesysteme (ISE). Anfangs unterstützt durch Fördergelder, später orga- nisch und mit Kundenaufträgen gewachsen. Von Beginn an verbindet Greenventory Soft- ware für kommunale Energieplanung mit fachli- cher Beratung und entwickelt sich nun zu einer ganzheitlichen Energieplanungsplattform. In- zwischen beschäftigt Greenventory rund 90 Mitarbeiter und hat laut eigenen Angaben über 500 Projekte für Kunden wie Energieversorger, Netzbetreiber, Stadtwerke, Städte und Kommu- nen erfolgreich umgesetzt. Susanne Ehmann Ordnung in der Energiewende Den Kopf im Mint Fachkräftemangel und zu wenig Frauen im Mint-Bereich – genau hier setzen die Experinauten an. Mit Science Shows, Workshops und Vorträgen wollen sie für Naturwissenschaft und Technik begeistern. Greenventory aus Freiburg Experinauten aus Freiburg Für die kommunale Energieplanung sind Daten da – aber selten nutzbar verknüpft. Greenventory macht daraus ein verständliches Gesamtbild und schafft belastbare Grundlagen für die Energiewende. Die Greenventory-Gründer: (von links) Sven Killinger, David Fischer und Kai Mainzer Für mehr Spaß an Mint: Nicola Gepperth und Esra Mandaci, die Gründerinnen der Experinauten Fotos: Greenventory; Experinauten Mehr Infos zu Greenventory Hier gehtʼs zur Website: Mehr Infos zu den Experinauten HIer gehtʼs zur Website:

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