Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Dezember'25 - Hochrhein-Bodensee
Hochrhein-Bodensee 12/2025 33 Mit o enen Augen Energie ist eine wertvolle Ressource. Als Energiescouts lernen Azubis, hier genau hinzuschauen. Davon protiert zum Beispiel DSM Nutritional Products in Grenzach-Wyhlen. Energiescouts Es ist so ein bisschen der oene Blick von außen, ®ndet Thomas Wiedenbauer, wenn er über „seine“ Energiescouts spricht: „Unsere Auszubildenden lernen nicht nur Fachliches, sondern auch fast alle unserer Gebäude, unse- re komplette Infrastruktur kennen.“ Im Unter- schied zu den Mitarbeitern, die sich vornehm- lich auf ihren Bereich konzentrieren. „Auf diese Weise sehen sie Zusammenhänge oder erken- nen Herausforderungen eher. Gerade wenn es um Energie und Energiee²zienz geht“, sagt der Ausbildungsleiter. Auch deshalb quali®ziert DSM Nutritional Products ihre Azubis seit zehn Jahren innerhalb der betrieblichen Ausbildung zu Energiescouts. Michael Zierer war viele Jahre Referent für Energie und Umwelt bei der IHK Hochrhein- Bodensee. Heute engagiert er sich für die Themen Ressourcenschonung und Nachhal- tigkeit in der Aus- und Weiterbildung. „Da ist noch einiges an Luft nach oben“, sagt er. Viele Unternehmen würden zwar hohe Energiepreise monieren, aber nur wenige das Thema E²zienz angehen. Dabei zahle sich das aus, weiß er aus seiner Erfahrung als Energiescout-Ausbilder: „Bisher haben sie in allen Unternehmen etwas gefunden, was sich optimieren lässt.“ Energiesparen lohnt sich „Es geht nicht um Millionenbeträge“, sagt Tho- mas Wiedenbauer. Viel wichtiger sei es, das Bewusstsein ins Unternehmen zu tragen, dass sich Energiesparen lohnt. Genau das lernen die Scouts: hinschauen, Herausforderungen erkennen und Lösungen skizzieren. Der theore- tische Teil der Quali®zierung zum Energiescout umfasst zwei Tage mit Michael Zierer, danach schließt sich ein Projektzeitraum an: In Klein- gruppen tüfteln die Azubis, an welcher Stelle sie Potenzial sehen und was getan werden könnte – bis hin zu einer Machbarkeitsstudie. „Einen Monat später stellen sie ihre Ergebnisse der Geschäftsführung vor.“ Ziel sei es, die Er- gebnisse aufzugreifen und, wenn machbar, um- zusetzen. „Warum ®nden Energiescouts heute noch Einsparmöglichkeiten, und warum sind so wenige Unternehmen dabei, hier Potenzial zu schöpfen?“, fragt sich Zierer. Thomas Wie- denbauer kann da aus seiner Erfahrung heraus nur für Energiescouts werben: „Sie gehen oen und mit frischen Augen an die Sache.“ So hat er genügend Beispiele, bei denen Energiescouts für Verbesserungen gesorgt haben: „Das geht von Wärmedämmung über das Finden von kleinsten Leckagen im Druckluftsystem bis hin zur Beleuchtung.“ mrk Energiescouts im Einsatz Mit einer Ultraschallkamera suchen zwei Chemikanten bei DSM nach Leckagen: Auch das gehört für Energiescouts dazu. Ansprechpartner und Termine Jozena Kontić, Leitung Geschäftsbereich Weiterbildung, 07622/390 -231, joze na.kontic@konstanz.ihk.de Das nächste Energiescouttraining in Schopfheim beginnt am 3. Februar. Hier gehtʼs zur Anmeldung: Foto: DSM Nutritional Products
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