Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November'25 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Wirtschaft im Südwesten 11/2025 55 Med-Café geöffnet Das Med-Café Schwarzwald-Baar- Heuberg im Welcome-Center in Villingen-Schwenningen öffnet sich für internationale Pflege- und Medizinfachkräfte. Geboten wer- den Sprachpraxis, Vernetzung und Berufseinblicke. Termine, jeweils um 18 Uhr im Landratsamt, sind am 4. und 18. November sowie am 2. und 16. Dezember. Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung unter welcome-sbh.de/seminare. Neues Bürogebäude Der Metallbearbeiter Roland Erdrich in Oppenau hat ein modernes Bürogebäude eröffnet und gleichzeitig die Heiztechnik auf Geothermie umgestellt – für mehr Energieeffizienz und weniger CO₂-Ausstoß. Das Unternehmen investierte einen hohen einstelli- gen Millionenbetrag. Neben Büros gibt es Lehrwerkstatt, Kantine und Fitnessbereich. Derzeit beschäftigt Roland Erdrich 140 Mitarbeiter. Schweizer schafft wieder Schweizer Electronic in Schram- berg hat die Kurzarbeit beendet. 2024 musste der Elektronik-Spe- zialist einen Umsatzrückgang von neun Millionen Euro verbuchen. 70 Mitarbeiter schieden freiwillig aus, aktuell liegt die Belegschaft bei knapp unter 500 Personen. Für 2025 erwartet Schweizer ein Übergangsjahr mit stabiler Auf- tragslage, ab 2026 Wachstum – im Automobilbereich und mit stärke- rem Fokus auf Industrie-, Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie. Maurer Gruppe wächst Die Maurer Gruppe hat Richtfest für den Firmenneubau in Schram- berg gefeiert. Der Spezialist für Heizung, Klima, Sanitär bezieht ab Mitte 2026 größere Verwaltungs- und Produktionsflächen, die auch Platz für Schulungen und Veran- staltungen bieten sollen. TITISEE-NEUSTADT. Testo investiert in die Zu- kunft der Produktion in Europa: Mit dem Neu- bau eines hochmodernen Werks in der por- tugiesischen Gemeinde Albergaria-a-Velha stärkt das Unternehmen seine Lieferketten und macht sich unabhängiger von einzelnen Stand- orten und Zulieferern. Die neue Fabrik liegt rund 70 Kilometer südlich von Porto und wird künftig bis zu 500 Arbeitsplätze in der Region bieten. Auf rund 21000 Quadratmetern vereint der neue Standort Produktions-, Logistik- und Ent- wicklungsbereiche. Die Investition in zweistel- liger Millionenhöhe ist Teil einer langfristigen Strategie, die auf Flexibilität und Versorgungs- sicherheit setzt. „Mit dem neuen Standort in Portugal schaffen wir nicht nur zusätzliche Ka- pazitäten, sondern investieren gezielt in die Zu- kunftsfähigkeit und Resilienz unserer Produk- tion“, sagt Verwaltungsratsvorsitzender Burkart Knospe. Ziel sei es laut Pressemitteilung, flexi- bel und unabhängig auf globale Herausforde- rungen reagieren zu können. Warum Portugal? „Portugal überzeugt durch ein stabiles Investi- tionsklima, EU-Rechtssicherheit und ein hohes Fachkräftepotenzial“, so Testo. Die Standort- wahl sei auch eine Reaktion auf die pandemie- bedingten Lieferkettenprobleme der vergan- genen Jahre. Mit den Werken in Deutschland, Portugal und China schaffe man eine belastba- re Produktionsstruktur, die flexibel auf globale Herausforderungen reagieren könne. Testo mit Hauptsitz in Titisee-Neustadt ge- hört weltweit zu den führenden Anbietern im Bereich portabler und stationärer Messlösun- gen. In 37 Tochtergesellschaften rund um den Globus forschen, entwickeln, produzieren und vermarkten rund 3900Mitarbeiter für das High- tech-Unternehmen. Zuletzt lag der Umsatz bei 466,5 Millionen Euro. Für mehr Unabhängigkeit Kurz notiert Testo: neuer Standort in Portugal Hightech-Messtechnik: Burkart Knospe (l.), Verwaltungsratsvorsitzender von Testo, führte den portugiesi- schen Wirtschaftsminister Castro Almeida durch das neue Werk.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5