Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November'25 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
Am 20. November findet der erste Ausbildungskongress der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg statt. Ein Schwerpunkt: die Potenziale und Veränderungen durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Ausbildungsgeschäft. Zum Konzept haben wir Miriam Kammerer inter- viewt, die stv. Geschäftsbereichsleiterin Bildung und Prüfung. Wer ist die Zielgruppe für den Kongress? Wir wollen für die Ausbilder, die Berufsschulen sowie Geschäftsführer aller Ausbildungsbetriebe das Thema duale Ausbildung für einen Tag in den Mittelpunkt stellen. Allein unsere Region verfügt über 1600Aus- bildungsbetriebe. Was erwartet die Teilnehmer? Für die Keynote konnten wir Zukunftsforscher Christian Uhle gewinnen. Er spricht zu „NeueWege mit KI: Wiewir Auszubildende und Fachkräfte stärken und Arbeit neu denken“. Außerdem berichten beispielsweise dieUnternehmen Kern-Liebers und Vega Grieshaber von ihren Ausbil- dungsansätzen. Der VfB Stuttgart ist mit seinemManager für Scouting und dem Nachwuchsleistungszentrum vor Ort. Wie ist Ihr Lagebild zum Einsatz von KI in der Ausbildung? Die Betriebe vermitteln das Thema künstliche Intelligenz bereits in unterschiedlicher Weise an die Auszubildenden. Die Ausbildungsord- nungen geben solche Freiräume für die Einbeziehung neuer Techni- ken. Zusatzqualifikation für KI und maschinelles Lernen bringen dieses Zukunftsthema jetzt in alle Ausbildungsberufe. Das wird auf mittlere Sicht auch Lehrpläne und Ausbildungsordnungen verändern. Darauf wollen wir vorbereiten. Und wie sieht es mit den Prüfungen aus? Auch diese müssen angepasst werden. Fachgespräche, in denen Aus- zubildende erlerntes Wissen wiedergeben, könnten in Zukunft zum Beispiel eine größere Rolle spielen. Abschließend: Wie ist der Teilnehmerstand für den ersten Aus- bildungskongress der IHK? Wir freuen uns schon jetzt über 300 Anmeldungen. Es heißt also schnell sein, mit der Anmeldung, bevor alle Plätze vergeben sind. Kongress für Ausbilder Bildungsimpuls Kontakt und Kongress Sie wollen Ihr Netzwerk als Aus- bildungsverantwortlicher stärken? Melden Sie sich bei Miriam Kammerer, 07721/922-512, kammerer@vs.ihk.de. Der Ausbildungskongress findet am 20. November ab 9.30 Uhr in den Donauhallen in Donaue- schingen statt. Hier geht’s zur Anmeldung: Erlebnis verbunden wird“, sagt Deberling. Ohne die „Erdung in einem menschlichen Erlebnis“ bliebe auch die innovativste Kampagne wirkungslos. Eine von der menschlichen Kreativi- tät geschaffene, unbewusste Wirkung könne KI noch nicht leisten. Ein erfahrener Texter merke zum Beispiel schnell, ob es sich um einen KI-generierten Text handele oder nicht. „Je mehr die Ergebnisse sich gleichen, desto wichtiger wird der Mensch an den Stellen, wo er noch auftaucht“, stellt Deber- ling fest. Auf Effizienz getrimmt Seit 2022 treibt Rainer H. Dick, geschäftsführender Gesell- schafter von Michelfelder in Fluorn-Winzeln, den Einsatz von Digitalisierung und KI im Verbund Schritt für Schritt voran: Von Buchhaltung, Fakturierung und Einkauf über Kalkulation und Arbeitsvorbereitung bis hin zu Logistik und Materialplanung. Wo es möglich ist, werden auch Maschinendaten genutzt. „Ziel ist bis 2026, das papierlose Unternehmen auch in der Fertigung zu haben“, erklärt Dick. Digitalisierung als Vorstufe Der Einstieg in die Digitalisierung begann mit einem Dokumen- tenmanagement-System, zunächst in Finanzwirtschaft und Ein- kauf, später in allen anderen Bereichen. „Erst durch eine saubere Pflege von Stammdaten und Dokumenten konnten Prozesse mit Digitalisierung und KI im Verbund schneller, kostengünstiger und effizienter gestaltet werden“, berichtet Dick. Investitionen in Arbeitsvorbereitung, Produktionsplanungssystem, Konstruktion und Kalkulation sollen weitere Wettbewerbsvorteile bringen. Dabei müssen Themen wie der Datenschutz bei Zeichnungen Fotos: Ralf Graner; pixl-Agentur, Hüfingen Schwarzwald-Baar-Heuberg 11/2025 38
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