Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November'25 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Liebe Leserinnen, liebe Leser, Editorial Wenn man Menschen nach der Zukunft fragt, kann man zwei Reaktionen erwarten: Die einen sehen düstereWolken am Horizont, die ande- ren die Sonnenstrahlen dahinter und zwischen diesen Polen spannt sich das Leben – auch für uns Unternehmer. Die Frage ist nur: Was machen wir draus? Warten wir auf Sonnenschein? Oder ziehen wir uns sturmfest an? Ich meine: Wir alle verfol- gen die Nachrichten und machen uns unsere Gedanken über das, was bei Bosch, bei ZF, bei Siemens und bei vielen anderen großen Firmen gerade passiert. Unsere Redaktion hat das zum Anlass genommen und diese Ausgabe unter das Leit- thema Turnaround gestellt und es dabei gescha t, eben nicht in den Kanon vomUntergang des Abendlandes einzustimmen. Stattdessen haben wir mit Menschen gesprochen, die neueWege gehen oder ihren Turnaround bereits hinter sich haben und die nun ihre Erfahrungen mit uns teilen. Das ist es, was wir in diesemMagazin mit „informieren und inspirieren“ meinen: Dass uns mit Carlo Lazzarini der CEO von PWO seine Strategie für einen Zulieferer mit Zukunft erläutert. Dass uns Alphartis-Boss Albrecht Wollensak verrät, wie man im Autohandel Geld verdienen kann. Und dass wir dann mit Julia Jordan eine junge Frau kennenlernen, die ihre Erfahrungen aus New York vom Hudson an den Hochrhein mitbringt. Richtig spannend! Mehr zu all dem ab Seite 12. Sehr spannend ist aber auch, was bei der Standortumfrage in diesem Jahr herausgekommen ist. Mehr als 1700 Unternehmer aus dem gesamten Regie- rungsbezirk haben 40 Standortkriterien bewertet und gewichtet. Eine bessere Steilvorlage für eine wirtschaftsfreundliche Standortpolitik kann man sich gar nicht vorstellen – auch wenn dieWahrheit an der einen oder anderen Stelle sicher auch wehtut. Denn dass wir vielerorts keine signi kanten Fortschritte im Bereich der Wohninfrastruktur, den zu hohen Energiepreisen, bei Mobilfunk und Glasfaser feststellen können, dass es im Schwarzwald an Schieneninfra- struktur und am Hochrhein weiterhin an einer Autobahnanbindung fehlt: Das sind Wolken am Horizont, die da gar nicht sein müssten. Wenn Sie also das nächste Mal Ihren Bürgermeister oder Landrat tre en, Ihr MdB oder MdL: Sprechen Sie ihn oder sie ruhig mal drauf an… In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine inspirierende Lektüre! Liebe Grüße, Ihr Eberhard Liebherr, Präsident der IHK Südlicher Oberrhein Titelfoto: PWO; Foto auf dieser Seite: Florian Kech/IHK SO TAGEN Aurelia.indd 1 14.08.2025 12:41:10 Aurelia 45 x 264.indd 1 18.08.2025 10:12:56 Wirtschaft im Südwesten 11/2025 03

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