Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Oktober'25 -Südlicher Oberrhein
„Ich brauche Praxis, um die Theorie zu verste- hen.“ Dieser Satz erklärt einen wichtigen Teil der beruflichen Biografie von Mark Mattmüller. Der 24-Jährige hat aufgrund dieser Erkenntnis sein duales Studium Mechatronik abgebrochen. Allerdings: „Das war nicht der alleinige Grund, denn ich studierte während der Lockdowns in der Corona-Pandemie, und es war furchtbar, zu Hause allein am PC zu sitzen, statt neben den Kommilitonen, mit denen man sich eben auch über die Studieninhalte austauschen konnte.“ Mattmüller brach sein Studium im vierten Se- mester ab und wurde zum „praktischen“ Me- chatroniker. Ende Juni 2024 schloss er seine Ausbildung beim Tesa Werk Offenburg als bester Mechatroniker im Kammerbezirk mit der Note 1,3 ab und wurde dabei auch gleichzeitig Träger des von der RMA Rheinau gestifteten IHK-Förderpreises. Heute ist Mark Mattmüller bei Tesa für die Technologie-Optimierung, für Instandhaltung und Erneuerung beziehungsweise Erweite- rung gleich mehrerer Anlagen zuständig und seit Kurzem auch für den neu angeschafften autonomen Gabelstapler. Seine Laufbahn als Mechatroniker sieht er nach eigenem Bekun- den so gut wie „in Stein gemeißelt“. Der nächste Schritt wird seineWeiterbildung zumAutomati- sierungstechniker sein, die er berufsbegleitend machen will und wobei ihn das Tesa Werk un- terstützt – übrigens genau wie die Förderpreis- summe der RMA Pipeline Equipment in Höhe von 2500 Euro. Der in Stein gemeißelten Karriereplanung ging einiges an Überlegungen voraus, und in der Tat bringt Mark Mattmüller auch Durchhaltever- mögen mit. Wenn man dies angesichts seines Studienabbruchs vielleicht auch nicht ver- muten möchte. Nach der Realschule machte er sich erst einmal erfolgreich auf den Weg zur Fachhochschulreife: „Mein Bruder ist zwei Jah- re älter als ich, und er ist eigentlich immer mein Vorbild. Als der nach der Realschule eine Aus- bildung zum Produktdesigner absolvierte und damit automatisch die Fachhochschulreife er- warb, habe ich gesehen, wie viel Freiheit einem das ermöglicht. Also habe ich mich auch auf den Weg gemacht“, erinnert er sich. Gegenwärtig liegt sein Fokus erst einmal auf der Weiterbildung zum Automatisierungstech- niker, für die er vier Jahre diszipliniertes Lernen auf sich zukommen sieht, da ihm klar ist, dass die berufsbegleitende Version unter Umstän- den anstrengend werden könnte. Aber: „Haupt- sache, ich bin in der Praxis.“ Doris Geiger Mit Praxis zur Theorie Förderpreisträger Mark Mattmüller Fettanlauf BU Bold Nexxxxxxxx Mark Mattmüller: Seine Laufbahn als Mechatroniker sei so gut wie in Stein ge- meißelt, sagt er. Die IHK-Förderpreisträger sind nicht nur Auszubildende mit guten Leistungen, sondern auch mit besonderer Haltung. Wir stellen sie vor. Foto: IHK SO/Markus Schwerer » Konzipieren 66 Jahre Industriebau mit Vertrauen www.industriebau-schauenberg.de www.schauenberg.de INDUSTRIEBAU SCHAUENBERG GmbH 79199 Kirchzarten Telefon +49 7661 397-0 schlau – schlüssig – schlüsselfertig » Planen » Bauen
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