Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Oktober'25 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
nach Feierabend abzuschalten; zu Hause oder bei dem hauseigenen After-Work-Event einmal imQuartal. Arbeitsfelder verschmelzen Marie-Sophie Maier arbeitet seit 2019 in der Geschäftsführung von Adelbert Haas in Tros- singen eng mit ihrem Vater zusammen. Sie ver- antwortet die Software der vollautomatisierten Schleifmaschinen, die immer kleiner und leich- ter werden. Die Transformationskraft im Betrieb ist groß, derWissensdrang riesig. Mitarbeitende bringen Ideen ein und treiben den Wandel mit. KI wertet komplexe Datenmengen aus, Arbeits- felder verschmelzen. So sind Monteure heute auch Anwender und Techniker, wenn es darauf ankommt. „Menschen entwickeln sich gerne Eng am Mitarbeiter: „E-Mails reichen nicht aus. Im Fokus steht der persönliche Dialog, denn Maschinen- bau ist eine Teamleistung“, sagt Marie-Sophie Maier hervor, Geschäftsführerin von Adelbert Haas. Fotos: pixl-Agentur, Hüfingen; Wilfried Strohmeier weiter“, berichtet Maier. Als Geschäftsführerin setzt sie auf Transparenz und Beteiligung. Sie erklärt Entscheidungen, hört zu und moderiert Diskussionen. Es gibt Shop-Floor-Meetings, Dailys und hybride Hausmessen, für in- und ausländische Standorte gleichzeitig. Das mo- derne Firmengebäude symbolisiert diese Of- fenheit. Die Mitarbeiter haben ihren Platz im Großraumbüro, die Büros der Geschäftsleitung sind lediglich durch Glas davon getrennt; im Zentrum steht die Klarheit: Change bedeutet Chance – so heißt auch die Kampagne, die Maier 2024 launchte. Susanne Kleiner Info VUKA meistern: Was Unternehmer tun können Volatilität erfordert Flexibilität Pläne flexibel anpassen, Prioritäten neu setzen, Puffer und Optionen schaffen: wichtig, wenn Rohstoffpreise schwanken, Lieferungen später eintreffen oder Aufträge kurzfristig hereinkommen. Unsicherheit meistern heißt: tiefes Verstehen Best- und Worst-Case-Szenarien ent- wickeln, Optionen abwägen, Schritt für Schritt entscheiden: bei unklarer Nach- frage, neuen Markttrends oder Personal- lücken. Komplexität braucht Transparenz Zusammenhänge visualisieren, Rück- kopplungen nutzen, Wissen teilen, inter- disziplinär zusammenarbeiten, Verant- wortlichkeiten klar definieren: wenn neue Gesetze herausfordern oder die Digitali- sierung Routinen überflüssig macht. Ambiguität benötigt Experimente NeueWege testen, iterativ arbeiten, Hy- pothesen prüfen, Tempo gezielt drosseln: wenn Marktsignale widersprüchlich sind, Kundenbedürfnisse unklar sind oder mehrere Optionen gleichzeitig plausibel erscheinen. Tipps von Jörg Tausendfreund, VUKA-Berater und Projekter- klärer; mehr Informationen über diesen QR-Code: „Wer bei uns arbeitet, soll auch gestalten dürfen und Zeit in neue Ideen investieren.“ Christoph Waldmann von Herbert Waldmann Die IHK unterstützt Sie möchten Veränderungsprozesse in Ihrem Unternehmen positiv unterstützen? Unser Beratungsteam unterstützt Sie dabei mit spezifischen Kursen, 07721/922-311 oder akademie@vs.ihk.de . Die IHK Akademie Schwarzwald-Baar-Heu- berg begleitet Betriebe und Mitarbeiter beim Stärken der Führungs- und Projekt- kompetenzen. Das ganze Angebot finden Sie unter : Schwarzwald-Baar-Heuberg 10/2025 38
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