Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe September'25 -Südlicher Oberrhein

Ein HOCH auf Digitale Anleitungen tepcon GmbH | Obere Wiesen 9 | 78166 Donaueschingen | Tel. +49 771 8983-260 | contact@tepcon.de | tepcon.de Pure Effizienz in Maschinenbau & Elektrotechnik mit dem von tepcon! LIVE ERLEBEN auf der EMO in Hannover und der Motek in Stuttgart. Seit wann werden Roboter überhaupt in Unternehmen eingesetzt? Die ersten Industrieroboter gab es schon vor mehreren Jahrzehnten. Vorreiter ist die Auto- mobilindustrie, die ist hoch automatisiert. Aber andere Branchen ziehen deutlich nach. Die Cobots sind die neueren Roboter, die gibt es jetzt aber auch schon über ein Jahrzehnt. Robotik, Cobotik … können Sie kurz den Unterschied erklären? Bei den Robotern sprechen wir von klassischen Industrierobotern, die keine Sicherheitsfunkti- onen haben und deshalb nicht mit dem Men- schen direkt zusammenarbeiten dürften. Die brauchen in der Regel Sicherheitsscanner, La- serscanner, Lichtschranken oder müssen um- zäunt werden. Die Cobots hingegen, die kolla- borativen Roboter bringen als Eigenschaft mit, dass man sich an ihnen nicht klemmen, schnei- den oder verletzen kann, weil sie einen Stoß er- kennen und theoretisch anhalten können. Die Energiekosten in Deutschland sind hoch. Steigen die Stromkosten durch den Einsatz von Robotern nicht noch mehr? Natürlich benötigen Roboter Strom, sie sind mittlerweile aber sehr effizient. In der Regel geht mit der Nutzung von Robotern und Auto- matisierung auch eine Effizienzsteigerung der Produktion einher. Lohnt sich Automatisierung für Unterneh- men also immer? Kommt drauf an. Auf die Applikation und die richtige Herangehensweise. Viele Unter- nehmen schaffen sich einen Roboter an und schauen dann, was sie damit machen können. Das versuchen wir am Institut anders zu vermit- teln. Nämlich sich erst den Prozess anzuschau- en und sich zu fragen: Macht es überhaupt Sinn, Roboter einzusetzen? Wenn ja, kann sich ein Roboter sehr schnell lohnen. Ein klassischer Industrieroboter fängt so bei 35000 Euro an, Cobots gibt es auch schon günstiger. Und die chinesischen Hersteller, die jetzt auf den Markt kommen, liegen deutlich drunter. Wenn man dadurch einen Arbeitsplatz belegen kann, der bisher nicht besetzt ist, rentiert sich das. Viele sehen Roboter als Konkurrenz für Fachkräfte – ist das so? Es ist mir wichtig zu betonen: Es geht nicht dar- um, Arbeitsplätze oder Mitarbeiter zu ersetzen, es geht eher darum, Menschen zu ergänzen, wo aufgrund des Fachkräftemangels keine sind, aber auch weil die monotonen Tätigkeiten kei- ner mehr machen will. Was raten Sie Unternehmen, die noch keine Roboter haben und denen, die schon Robo- ter in ihrem Betrieb einsetzen? Sinan Süme, Work-Life Robotics Institute „Wir sehen KI als ein weiteres Werkzeug. Es kann oftmals eine Lösung sein, aber es kommt auf die Anwendung an.“

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