Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe September'25 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

STARK im... Strahlen Färben Glänzen Gleitschleifen Harteloxieren STARK ELOXAL GmbH Aluminiumoberflächentechnik Hauptstraße 1 D-79807 Lottstetten Tel. 07745/9232-0 stark@stark-eloxal.de spätestens 2045 klimaneutral sein, viele von ihnen schon bis 2040 oder sogar 2030. Sechs Prozent gaben an, bereits klimaneutral zu sein. Auf eigene Faust: Fischers Windräder an der Autobahn Um langfristig die Stromversorgung und die Standort-Wirtschaftlichkeit sicherzustellen, spielt die Stromeigenversorgung für Unterneh- men eine zunehmend wichtige Rolle – doch die Wege dorthin sind höchst unterschiedlich. So stellt sich manch ein Betrieb eigeneWindräder vors Werkstor – wie die Fischer Group. Der welt- weit führende Anbieter längstnahtgeschweiß- ter Edelstahlrohre mit 2700 Mitarbeitern und etwa 900 Millionen Euro Umsatz plant, zwei Windräder in unmittelbarer Nähe des Betriebs- standorts in Achern-Fautenbach an der A5 zu bauen und zu betreiben. Genehmigt sind die je 261 Meter hohen Anlagen schon, in etwa einem Jahr soll Baubeginn sein. Die Amortisierung der Anlagen sei gewährleistet, hierfür wurden über ein Jahr Windmessungen gemacht, er- klärt Geschäftsführer Hans-Peter Fischer. Etwa 60 bis 70 Prozent des Strombedarfs decken die Anlagen künftig ab. Und das Unternehmen geht noch einen Schritt weiter. Mit dem durch die Anlagen erzeugten Strom soll auch grüner Wasserstoff für die eigene Produktion herge- stellt werden. Ein Wasserstoff-Metallhydrid- speicher ist bereits auf dem Betriebsgelände installiert. Die Fischer Group gehört zu den energieinten- siven Unternehmen und ist damit im Ortenau- kreis in guter Gesellschaft. Der flächengrößte Landkreis Baden-Württembergs hat im Regie- rungsbezirk Freiburg auch den größten Ener- gieverbrauch. Das zeigt eine Karte des Statis- tischen Bundesamts von 2023, aufgeteilt nach Energieträgern wie Strom und Wärme. Rund 15700 sind es im Kreis (zumVergleich, im Land- kreis Lörrach sind es knapp 6000). Grund sind Industrieriesen wie eben die Fischer Group oder die Badischen Stahlwerke (BSW), größter Stromverbraucher im ganzen Südwesten. Die BSW sind eines der größten Elektrostahl- werke Deutschlands. Das Unternehmen pro- duziert am Standort Kehl mit 850 Beschäftig- ten bis zu 2,4 Millionen Tonnen Stahl. „Unser Strombedarf entspricht mit 1,1 Terawattstun- den jährlich etwa dem Verbrauch von 250000 Vier-Personen-Haushalten – das ist in etwa so viel wie alle Privathaushalte der Stadt Köln“, sagt Geschäftsführer Florian Glück. Ziel des Stahlherstellers: Klimaneutralität bis 2045, das gleiche Ziel hat auch die Bundesrepublik. Die Kehler verfügen schon über eigene Photovol- taikanlagen, zusätzlich wird aktuell gemeinsam mit Koehler Paper die Errichtung eigener Wind- kraftanlagen im Kehler Hafen geprüft. Im Herbst werden die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie erwartet. Allerdings: Umdie 1,1 Terawattstunden der Stahlwerke zu decken, bräuchte es mehr als 200 neue Windräder oder gut 1000 Hektar voll mit Photovoltaik-Modulen… Der komfortableWeg: Hansgrohe und das Power Purchase Agreement Bereits gebaut und in Betrieb ist dagegen das Windrad auf dem Rücken des Kallenwalds bei Seelbach im Schwarzwald, dessen Strom an einen weiteren Global Player geht: Hansgrohe. Auch der Hersteller von Produkten für Bad und „Unser Strombedarf entspricht jährlich etwa dem Verbrauch aller Privathaushalte der Stadt Köln.“ Florian Glück, Geschäftsführer BSW Fotos: E-Werk Mittelbaden/Pascal Oertel; Hansgrohe Simon Moosmann, Energiemanager Hansgrohe „Der Verzicht auf fossile Brennstoffe erhält auch die Wettbewerbsfähig- keit unserer deutschen Standorte.“

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