Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe September'25 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Zusammenspiel mit Anforderungen der Pro- duktion. „Nur wer sich einen guten Blick auf das Gesamtbild verschafft und dabei die regulato- rischen Fallstricke mitdenkt, kann im Bereich Eigenerzeugung Vorteile erwarten.“ Von Einzel- aktionen wie dem schnellen Bau einer PV-An- lage oder eines Blockheizkraftwerks ohne ein- gehende Prüfung rate man dringend ab. „Die Märkte verschieben sich hier immer mehr, siehe negative Spotmarktpreise bei hoher PV-Strom- erzeugung, und die Rahmenbedingungen sind derzeit unklar, insbesonderewas dieWeiterent- wicklung von Netzentgelten betrifft. Die Unternehmen richten daher Forderun- gen an die Politik: Es brauche ausreichend CO 2 -armen Strom – und auch Wasserstoff – zu international wettbewerbsfähigen Preisen, so BSW-Geschäftsführer Glück. Denn selbst mit ambitionierten Investitionen könne die Eigen- produktion nur einen kleinen Teil des Bedarfs bei BSW decken. Dass die Bundesregierung die Strompreise für die Industrie senken möch- te, begrüße man. Aber: „Ankündigungen allein reichen nicht! Es braucht jetzt konkrete, ent- schlossene Schritte – damit energieintensive Unternehmen wie wir auch künftig wettbe- werbsfähig produzieren und gleichzeitig ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten können.“ Bei Hansgrohe fordert man klare Rahmenbedin- gungen, die Innovationen Freiraum geben und Ungenutzte Flächen nutzbar machen: Die Spaichinger Firma VHW Metallpresswerk (l.) hat seit 2022 eine Photovoltaikanlage auf ihren Firmendächern. Bei Hansgrohe (r.) hat die Nutzung der Solarenergie Tradition: 1992 baute das Unter- nehmen aus Schiltach seine erste PV-Anlage. Fotos: Hansgrohe Group; VHW Metallpresswerk DIE STIFTUNG Die Private Stiftung Ewald Marquardt für Wissenschaft und Technik, Kunst und Kultur mit Sitz in Rietheim-Weilheim fördert wissenschaftliche, kulturelle und mildtätige Projekte. Gegründet wurde die Stiftung 1998 von dem 2022 verstorbenen Unternehmer und Ingenieur Ewald Marquardt. Der Stifter verstand Wissenschaft und Technik als tragende Pfeiler einer zukunftsfähigen Gesellschaft, die es zu fördern gilt. Wegweisende Innovationen und stetige Produktverbesserungen sind die Voraussetzung für den wirtschaft- lichen Erfolg auf globalen Märkten und der regionalen Standort- sicherung von Unternehmen. Im Bereich der Wissenschaft unterstützt die Stiftung Bildungs- und Forschungseinrichtungen, etwa durch die Finanzierung von Laborausstattungen. Doktoranden und begabten Studierenden an deutschen Universitäten und Hochschulen ist die Möglichkeit gegeben, sich für ein Stipendium zu bewerben. Ein zentrales Anliegen der Stiftung ist die öffentliche Würdigung herausragender Leistungen durch den Zukunftspreis, einen in der Region hochangesehenen Förderpreis, der alle zwei Jahre verliehen wird und 2025 zum 10. Mal ausgeschrieben ist. ATTRAKTIVE AUSZEICHNUNGEN FÜR ZUKUNFTSWEISENDE IDEEN ZUKUNFTSPREIS FÜR DIE ELEKTRISCHE SCHALT-, STEUERUNGS- UND REGELUNGSTECHNIK REIS FÜR DIE Die Private Stiftung Ewald Marquardt für Wissenschaft und Technik, Kunst und Kultur vergibt in diesem Jahr zum 10. Mal den Zukunftspreis für wissenschaftlich fundierte und innovativ gestaltete Entwicklungen von Produkten und Verfahren in der elektrischen Schalt-, Steuerungs- und Regelungstechnik (Switches, Sensors and Controls). Ausgezeich- net werden richtungsweisende und nachhaltig wirksame Neue- rungen – insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz, der Digitalisierung und Vernetzung sowie in Systemen der Mechatronik und Elektronik. Die Preisgelder betragen insgesamt 40.000 Euro, der erste Preis ist mit 10.000 Euro ausgestattet. Bewerbungsschluss ist der 20.12.2025. Weitere Informationen, die Teilnahmebedingungen und das Anmeldeformular finden Sie online unter www.stiftung-ewaldmarquardt.de oder auch telefo- nisch unter 07424 95878-0. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Anzeige

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