Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe September'25 - Hochrhein-Bodensee

DER KÜCHEN- EINRICHTER – AUCH FÜR DEN OBJEKTBAU! GRIMM KÜCHEN MACHEN EINFACH GLÜCKLICHER [ ] FREIBURG · RASTATT · KARLSRUHE · OFFENBURG · BINZEN · WALDSHUT-TIENGEN · KARLSDORF-NEUTHARD e e Ein großes Bauvor- haben, viele Wohn- einheiten,individuelle Wünsche und Planungs- varianten? Können wir auch! Termingerecht, aus einer Hand, perfekt geplant. Wir sind erfahrener Partner* des Baugewerbes. * Weitere Referenzen unter www.grimm-kuechen.de/ service/gewerbekunden 7 MAL GANZ IN IHRER NÄHE www.grimm-kuechen.de objektbau@grimm-kuechen.de Die Investitionssumme läge ohne Förderung bei rund 20 Millionen Euro. Notwendig ist – wie beim Projekt von Solarcomplex – Unterstützung aus Steuergeld vom Bund, zusätzlich aber auch Fremdkapital. „Ergänzend ist vorgesehen, Bür- gern die Möglichkeit zu geben, sich finanziell zu beteiligen“, sagt Geschäftsführer Gordon Appel. Er ist zuversichtlich, dass sich genügend Kunden ans Wärmenetz anschließen lassen. Appel: „Bei positivem Projektverlauf kann der Bau des Wärmeverbunds 2028 beginnen.“ Ab 2027 soll der See der Uni einheizen Folgt man demSeeufer in Konstanz von der Bo- densee-Therme aus Richtung Mainau, erhebt sich links der Blumeninsel die Uni Konstanz. Studenten, Lehrkräfte und Angestellte sollen ab 2027 ebenfalls in den Genuss von aus dem See erzeugter Wärme kommen. Für den Bau einer Energiezentrale mit Großwärmepumpen, Warmwasserspeichern sowie moderner Ener- gie- undWärmeinfrastruktur investiert das Land Baden-Württemberg hier 25 Millionen Euro. Pläne für die thermische Nutzung des Seewas- sers gibt es aber nicht nur in Konstanz: Das be- nachbarte Radolfzell hat per Machbarkeitsstu- die feststellen lassen, dass große Teile der Stadt (etwa 80 Prozent des künftigenWärmebedarfs) über eine Seewasser-Heizzentrale versorgt wer- den könnten. Am nördlichen Seeufer, etwa in Meersburg, beschäftigt sich das Stadtwerk am See mit diesem Thema, und im kleinen Örtchen Gottlieben, einen Steinwurf über den Seerhein und damit kurz hinter der Grenze auf Schwei- zer Gebiet, will der Thurgauer Energieversorger EKT ab Herbst 2026 Seewärme nutzen. Auf der Österreicher Seite ist man weiter: So werden in Bregenz das Seebad und das Fest- spielhaus seit März mit dieser Technologie versorgt. Eine 600 Meter lange Leitung führt hier das Wasser aus dem See RichtungWärme- tauscher. Dieser übergibt die Energie an einen zweiten Wasserkreislauf. Der wiederum bringt sie zu den Abnehmern. Gut zehn Millionen Euro hat das Projekt gekostet und es geht weiter: Bis Ende 2027 soll das Energienetz Richtung Bre- genzer Innenstadt ausgeweitet werden. Unsere Nachbarn sind schon weiter… Schaut man noch einmal in die Schweiz, fällt die Dichte der bereits umgesetzten Seethermie- Mehr Infos zu Seethermie & Co. Fragen zum Thema Seethermie und Wärme- versorgung? Dann wenden Sie sich an Dirk Schro von der IHK Hochrhein-Bodensee: 07531/2860-165 dirk.schro @konstanz.ihk.de . Über den Link nden Sie Infos zur Schweizer Wasserwärmekraftkarte: Projekte auf – eindrucksvoll zu sehen auf einer interaktiven Karte des Wasserforschungsinsti- tuts Eawag (zu erreichen über den QR-Code auf dieser Seite). Vom LagoMaggiore im Süden über den Genfer See, den Vierwaldstättersee und Zürichsee: Überall nutzen die Eidgenossen das Potenzial für dieWärme- und Kälteextration aus ihren Gewässern. Auch im Bodensee zwischen Bregenz und Ra- dolfzell steckt viel Energie. Davon ist man bei der IHK Hochrhein-Bodensee überzeugt. „See- thermie bietet die Chance, klimafreundliche Wärme direkt vor unserer Haustür zu gewinnen“, erklärt Referent Dirk Schroff. „Für unsere Unter- nehmen ist es entscheidend, dass solche Tech- nologien nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich tragfähig und verlässlich nutzbar sind.“ Deshalb, so Schroff, soll man das Potenzial systematisch erschließen und in der Praxis erproben. Dass man davon kaum etwas sieht – umso besser, oder? Benedikt Brüne Wirtschaft im Südwesten 9/2025 23

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