Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe September'25 - Hochrhein-Bodensee

Wirtschaft im Südwesten 9/2025 21 O berhalb von Bregenz, auf dem Pfän- der, hat man den besten Blick. Ma- jestätisch liegt sie dem Betrachter zu Füßen: diese riesige Badewanne namens Bodensee. 14 Kilometer breit, 63 Kilometer lang, 250 Meter an der tiefsten Stelle. Rund fünf Millionen Menschen dient sie als Trink- wasserspeicher, vielen ist sie Sportstätte, Rei- seziel und Objekt für Kreativleistungen aller Art. Damit nicht genug: Seit einigen Jahren tüfteln schlaue Leute an der Frage, wie Deutschlands größter See helfen könnte, auch den Energie- bedarf seiner Anwohner zu stillen. Seethermie lautet das Zauberwort. Im Ver- gleich zu Wind- und Solarparks gibt’s bei die- ser Version der erneuerbaren Energienutzung eher wenig zu sehen – abgesehen von einer Heizzentrale, die Platz bietet für eine Wärme- pumpenanlage und jede Menge Technik. Eine solche Anlage, 20 mal 30 Meter groß, wird ab Herbst am Campingplatz Klausenhorn entste- hen, gleich gegenüber von Überlingen. Der Rest wird versteckt: 16,5 Kilometer Leitungs- netz für die Kunden aus den nahen Konstanzer Ortsteilen Dingelsdorf und Wallhausen sowie Leitungen, die auf 168 Meter weit in den See hineinreichen. „Unser Projekt ist das am weitesten fortge- schrittene auf der deutschen Seeseite“, erklärt Bene Müller, Vorstand beim Singener Projekt- Bene Müller, Solarcomplex „Wir warten nur noch auf den Förderbescheid vom BEW – dann setzen wir den Termin für den Spatenstich fest!“

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5