Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'25 - Hochrhein-Bodensee
Save the date resin Digitaltage I 02.07. + 03.07.2025 Binzen ANZEIGE 14 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 6 | 2025 MENSCHEN An diesem sonnigen Dienstag, in seinem Büro in der 2016 bezogenen neuen Schaub- Zentrale im jungen Teil des Gewerbegebiets Haid, blickt Stephan Thoma mit Stolz auf die vergangenen 20 Jahre. Wie er und Wien die Technologisierung vorantrieben. Wie sie das altbackene Image der Sanitätsbranche verän- derten. Wie sie das angestaubte Bild von den drei toten Mücken und einem Stützstrumpf im Sanitätshaus-Schaufenster aus den Köpfen bekamen – und jungen Leuten erklärten, dass Sanität und Sanitär nicht das gleiche bedeu- ten. Wie sie neue Märkte erschlossen und Schaub zum Komplettanbieter in Sachen Gesundheitversorgung machten, der Hilfs- mittel anbietet und die Dienstleistung gleich mit dazu. Das Pflegebett und den Rollstuhl für zu Hause nach dem Krankenhausaufent- halt gibt es genauso bei Schaub, wie die Tra- cheostoma-Versorgung vom Fachpersonal. Marktführer in Deutschland Heute versorgt der Gesundheitsdienstleister mehr als 35000 Patienten monatlich. Was mit einem einzelnen Geschäft anfing, ist heute das größte Sanitätshaus Baden-Württembergs und das fünftgrößte bundesweit – mit zwei Dutzend Niederlassungen, bis nach Berlin. „Das macht mich stolz“, sagt Thoma. Schaub hat Rollstühle, Sauerstoffkonzentratoren, Prothesen, Orthesen, Einlagen, Maßschuhe, Verbrennungsbandagen – und im Bereich lym- phatischer Kompression ist man sogar Markt- führer in Deutschland. Das Unternehmen ist ein Allrounder - ein Wettbewerbsvorteil ge- genüber den anderen, meist spezialisierten Sanitätshäusern in Deutschland. Die neue Zentrale auf einem 11000 Quadratmeter gro- ßen Areal ist bereits zu klein geworden und wird derzeit um weitere 4000 Quadratmeter sowie ein Logistikzentrum erweitert. Dank der guten Arbeit und gesunden Finanz- politik steht das Unternehmen gut da, sagt Thoma. Der neue Hauptsitz mit Verwaltung, Werkstätten und Ladenlokal konnte ohne Darlehen von der Bank gebaut werden, die Erweiterung ebenfalls. Investitionsvolumen: achtstellig. Das Gebäude wird mit Erdwärme beheizt und gekühlt, derzeit kommt eine Pho- tovoltaikanlage aufs Dach. Autonomiegrad: 85 Prozent. Die Schaub-Flotte wird nach und nach auf Strom umgestellt. Umsatzzahlen will Thoma nicht verraten, nur so viel, Schaub gehe es gut. „Aber das ist eine absolute Aus- nahme in der Branche.“ Der Druck der Kassen Denn die fetten Jahre sind lange vorbei, der Kostendruck hoch. Schaub erwirtschaftet 98 Prozent seines Umsatzes durch Rezepte. Die Höhe des Honorars geben aber die Kran- kenkassen vor. Und das decke sehr oft die Bilder: Jigal Fichtner
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