Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Mai'25 -Südlicher Oberrhein
25 5 | 2025 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten Treffen Austausch zur Verkehrspolitik W ie jedes Jahr trafen sich auch in diesem Jahr Unternehmer aus allen IHK-Kammerbezirken des Landes mit den verkehrspolitischen Sprechern der Land- tagsfraktionen, um aktuelle verkehrspoliti- sche Themen zu diskutieren. Einen ersten Schwerpunkt des Gesprächs bildete des Landesmobilitätsgesetz. Dieses hatte in seiner ursprünglichen Fassung für große Diskussionen gesorgt, sah es doch vor, dass Städte und Landkreise befähigt wer- den sollten, eine Arbeitgeberabgabe zu er- heben oder eine City-Maut einzuführen, um den Ausbau ihres Nahverkehrs zu finanzie- ren. Diese Modelle konnten – nicht zuletzt durch das Engagement von Unternehmern und Kammern – abgewendet werden. Einen zweiten Themenblock bildete die mögliche Umstellung der Lkw-Flotten auf Batteriean- trieb. Dass eine solche Umstellung in größe- ren Maßstab auch große Herausforderungen für die Infrastruktur am Betriebshof und das Stromnetz darstellt, war vielen Speditions- unternehmen an dieser Stelle besonders wichtig zu vermitteln. up Es ging ums Landesmobilitätsgesetz und batteriebetriebene Lkw-Flotten: Beteiligte des Treffens zum Thema Verkehrspolitik. D rei Jahre nach Beginn des russischen Angriffs- kriegs zeigt sich die Ukraine wirtschaftlich er- staunlich widerstandsfähig. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung der IHK Karlsruhe und der IHK Südli- cher Oberrhein in Baden-Baden diskutierten Unter- nehmensvertreter kürzlich Chancen und Herausfor- derungen des ukrainischen Marktes. Trotz massiver Kriegsschäden treibt die Ukraine ihren Reformkurs weiter voran. Die Integration in europäi- sche Märkte schreitet voran, das Interesse deutscher Unternehmen wächst. So erreichte das Handelsvolu- men zwischen beiden Ländern 2024 ein Rekordhoch von zwölf Milliarden Euro. Laut Wolfgang Grenke, Präsident der IHK Karlsruhe, bieten besonders die Bereiche Energieinfrastruktur, Maschinenbau, Agrartechnik und Bauwesen Poten- zial für innovative Lösungen aus Deutschland. Reiner Perau von der Deutsch-Ukrainischen AHK betonte die verbesserten Rahmenbedingungen und verwies auf konkrete Investitionen – etwa von Nordex im Bereich Windenergie oder Knauf im Bauwesen. Zudem profitieren Unternehmen vom politischen Rü- ckenwind: Förderprogramme der Bundesregierung und der EU unterstützen Engagements vor Ort, wie Vertre- terinnen der DIHK und Euler Hermes erläuterten. Wie attraktiv der Markt sein kann, zeigte Wilfried Müller von Rauch Landmaschinen: 2024 war das bislang erfolg- reichste Jahr des Unternehmens in der Ukraine. fc Kontakt: Frédéric Carrière 07821 2703-863 frederic.carriere@ freiburg.ihk.de Auslandsgeschäft Ukraine als attraktiver Zukunftsmarkt Bilder: Adobe Stock/haidamac; IHK Rhein-Neckar
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