Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'25 -Südlicher Oberrhein
42 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 3 | 2025 TITISEE-NEUSTADT. Der Messtechnik- Hersteller Testo hat 2024 einen Umsatz von 466,5 Millionen Euro erzielt. Mit einem Plus von 2,8 Prozent stehen die Zeichen weiter auf Wachstum, doch weniger deutlich als im Jahr 2023, als der Zuwachs laut Unter- nehmensangaben noch bei 5,8 Prozent lag. „Das Jahr 2024 war nicht so gut, wie wir es uns vorgestellt haben“, stellte der Vorstands- vorsitzende Burkart Knospe bei der Bilanz- Pressekonferenz fest. Der Blick auf die einzelnen Geschäftsfelder des Konzerns fiel etwas differenzierter aus. Der Bereich Instrumentation, der 56 Prozent des Umsatzes ausmacht, verzeichnete 2024 ein Wachstum von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der deutsche Markt war hier mit einem Umsatzplus von 6,6 Prozent die stärkste Region. Die jüngste Tochtergesellschaft Testo Solutions, die zu Januar 2025 in Testo Saveris umfirmiert wurde, verzeichnete einen leich- ten Umsatzrückgang und macht derzeit acht Prozent des Konzernumsatzes aus. Die Testo Sensor verzeichnete nach mehreren Jahren mit zweistelligem Wachstum zum ersten Mal seit der Ausgliederung einen Umsatzrückgang von 21 Prozent auf knapp 16 Millionen Euro – bedingt durch eingebrochene Absätze von bis zu 40 Prozent im Heizungsmarkt. Grund zum Feiern gibt es dagegen bei Testo Industrial Services in Kirchzarten gleich dop- pelt: Zum einen hat die Dienstleistungstoch- ter 2024 erneut ein zweistelliges Wachstum in Höhe von zehn Prozent und damit einen Umsatz von 154,5 Millionen Euro verzeich- net. Zum anderen wird der Standort am Fi- scherrain nach etwas mehr als drei Jahren bereits zum zweiten Mal vergrößert: 18,2 Millionen Euro kostet der Bau des rund 3.800 Quadratmeter neuen Abschnitts. Der Neubau wird genutzt, um die Prozesse in modernen Räumlichkeiten effizient auszurichten und dabei die hohen Qualitätsstandards weiter auszubauen Mit dem Neubau werden 140 Arbeitsplätze geschaffen. Weltweit beschäftigt Testo rund 3.900 Mit- arbeiter, davon 1.600 in Titisee, Lenzkirch und Kirchzarten. Zusätzlich arbeiten rund 40 Mitarbeiter am Standort Berlin, wo man sich auf Softwareentwicklung spezialisiert hat. Mit dem rund 18 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau stärkt Testo seinen Standort Kirchzarten. Volksbank Lahr Banker voller Optimismus LAHR. Die Volksbank Lahr gibt sich mit Blick auf die Bilanz 2024 betont optimistisch: Mit rund 24 Millionen Euro Überschuss (und damit 70 Prozent mehr Gewinn als noch vor zehn Jahren), mit fast 350 Millionen Euro bilanziellem Eigenkapital und einer wieder leicht wachsenden Zahl an Kunden und Kon- ten sind die Vorstände Peter Rottenecker und Rainer Richter mehr als zufrieden. Dem Preis- druck von Fintechs und Direktbanken halte das traditionelle Geschäftsmodell stand, das man bei den Lahrern auf vier zentralen Werten fußen sieht: Mut und Zusammenhalt, Heimat und Wertschätzung. Damit hat es die Bank geschafft, bei Versicherungsverträgen, Aktienfonds und Bausparverträgen neue Re- kordzahlen zu produzieren. Während die Bi- lanzsumme bei 3,2 Milliarden Euro stagniert, hat das betreute Kundenvolumen mit fast 6,5 Milliarden Euro einen neuen Höchststand er- reicht. Aufs Jahresende 2024 beschäftigen die Lahrer 412 Mitarbeiter, acht weniger als vor einem Jahr. Durch den Einsatz von KI und das Automatisieren von Prozessen habe man es geschafft, die Personalkosten bei 25 Millionen Euro stabil zu halten, sagte Rottenecker. Ulf Tietge Testo Knospe baut auf Kirchzarten Testo hat gleich doppelten Grund zu feiern: 2024 verzeichnete das Unternehmen ein leichtes Umsatzplus – und in Kirchzarten wird wieder neu gebaut. Bilder: Testo/Alexander Bürkle
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