Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'25 -Südlicher Oberrhein
Die neue Edeka-Meile für rund 2.000 Mitarbeiter: Der Edeka- Turm und das neue E-Center, dahinter die alte Zentrale der Edeka Südwest und das 60 Millionen Euro teure Tiefkühl- lager (schwarze Fassade) sowie die 2016 von der Edeka eröffnete Ortenauer Weinkellerei. V on der Medien- zur Handelsstadt: Lange formte der Konzern Hubert Burda Media den Charakter der Stadt Offenburg, jetzt aber geht die Post bei den Händlern ab. Bei der Edeka Südwest, bei Printus und bei Mar- kant geht es um Milliardenumsätze. Ganz aktuell zeugt eine riesige Baustelle da- von, dass Edeka Südwest dabei ist, das Ge- sicht der 60.000-Einwohner-Stadt zu ver- ändern: mit dem Bau des neuen E-Centers samt Büroturm für die Verwaltung der Ge- nossenschaft und einem XXL-Tiefkühllager für zusammen mehr als 100 Millionen Euro. Zur Einordnung: Edeka Südwest erzielte 2023 als Verbund einen Außenumsatz von 10,4 Milliarden Euro – und wächst weiter. Platz für anderthalb Fußballfelder Ende Februar wurde das neue E-Center nach gut zwei Jahren Bauphase eröffnet. Die größte Kühltruhe im Südwesten ist dagegen noch nicht ganz fertig. „Bis zum Jahreswechsel 25/26 wird es noch gehen“, sagt Projektleiter Michael Schutter beim Gang über eine Bodenplatte, die mit 12.000 Quadratmetern auch für ein Bundesligasta- dion gereicht hätte. „Locker“, lacht Schut- ter. „Theoretisch würden hier drin sogar anderthalb Fußballfelder Platz finden.“ Nur wären die Bedingungen eher für Eishockey- Spieler als für Kicker akzeptabel, denn im neuen Tiefkühllager der Edeka Südwest sind es künftig konstant 25 Grad unter null. Gut 80 Arbeitsplätze entstehen hier, es gibt Platz für 10.500 Paletten, und über 20 Andock- tore wird eine ganze Flotte von Lastwagen 350 Edeka-Märkte auf kurzen Wegen mit Tiefkühlpizza und Eiscreme versorgen. Man merkt: In Offenburgs Westen wächst eine regelrechte Edeka-Meile – mit dem Dienstleistungszentrum, das gerade erwei- tert wird, mit dem E-Center, dem Edeka- Turm als markantes Büro-Gebäude und dem Tiefkühllager, das als cooler Schluss- punkt nicht nur mit seiner Größe Maßstäbe setzt – sondern auch beim Thema Nach- haltigkeit: mit begrünten Fassaden, großen PV-Anlagen auf dem Dach und hochmoder- nen Kälteanlagen, deren Abwärme ins neue Nahwärmenetz fließt. „Das Herz der Edeka Südwest schlägt hier in Offenburg“, sagt dazu Edeka-Vorstand Rainer Huber, für den der Verbund aus Dienstleistungszentrum, E-Center und Tief- kühllager auch ein Bekenntnis zum Wirt- schaftsstandort Offenburg ist. Bekenntnis zum Standort Auch andere Handels-Großunternehmen investieren in diesen Standort. Printus zählt zu den größten Online-Händlern Europas. Der Versandhändler, der vor allem Bürobe- darf verkauft, macht mit seinen 1.800 Mit- arbeitern inzwischen mehr als eine Milliarde Euro Umsatz. Nachdem das Unternehmen in den vergangenen Jahren seine Versand- kapazitäten in Offenburg ausgebaut hat, hat es im vergangenen Oktober sein neu- es Mitarbeiter-Parkhaus eröffnet: 24.600 Quadratmeter Nutzfläche, mehr als 1.000 Stellplätze auf 13 Ebenen, dazu 200 Fahr- Bild: Jigal Fichtner Edeka, Markant, Printus: Händler investieren Millionen in den Wirtschaftsstandort Offenburg. Gemeinsam ändern sie das Gesicht der bisherigen Medienstadt und schaffen neue Jobs. Edeka-Meile Offenburgs neuer Westen 40 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 3 | 2025 UNTERNEHMEN
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