Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'25 - Hochrhein-Bodensee

26 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 3 | 2025 EMAS-Zertifikat Deponie Lachengraben zum siebten Mal ausgezeichnet E s ist ein Grund zu feiern: Die Deponie Lachengraben in Wehr hat erneut das EMAS-Zertifikat erhalten. Hinter diesem Erfolg steht ein umfassender Maßnahmenkatalog für den Umweltschutz in Deponien. Bei der Zertifikatsübergabe waren neben Landrat Martin Kistler auch Elmar Weißenberger, der Leiter des Eigenbe- triebs Abfallwirtschaft, Martina Mutter von der Fachabteilung sowie Karl Thomann, Leiter der Deponie, und Heike Wagner von der IHK Hochrhein-Bodensee dabei. „Dieser Erfolg war nur durch den Einsatz der Mitarbeiter des Eigen- betriebs Abfallwirtschaft und der Deponie möglich“, sagte Landrat Martin Kistler. „Ich denke, wir sind uns alle einig, dass Nachhaltig- keit und Klimaschutz von großer Bedeutung sind – besonders im Bereich der Abfallwirtschaft wird das sehr konkret. Wir haben schon viel erreicht, doch stehen wir auch vor neuen Herausforderungen und Weiterentwicklungen. Als öffentliche Hand gehen wir gerne mit gutem Beispiel voran und möglicherweise inspirieren wir damit auch andere.“ Die Deponie Lachengraben ist seit 2003 Teil des Umweltmanage- mentsystems EMAS der Europäischen Union. Mit der diesjährigen Rezertifizierung wird erneut bestätigt, dass die hohen Umweltstan- dards kontinuierlich eingehalten und weiterentwickelt werden. Die IHK würdigte diese Leistungen mit der Eintragung in die europaweite Liste zertifizierter Betriebe. Heike Wagner, Umweltreferentin der IHK, betonte die Bedeutung von EMAS: „EMAS ist ein wirkungsvolles Instrument für mehr Kli- maschutz und Ressourceneffizienz – ob im Dienstleistungssektor oder im produzierenden Gewerbe. Es hilft, Rohstoffe, Energie und Kosten zu sparen, Abfälle zu reduzieren und damit nachhaltiges Wirtschaften aktiv zu fördern.“ Erneute EMAS-Zertifizierung (von links): Leiter der Deponie Karl Thomann, Leiter des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft Elmar Weißen- berger, Landrat Martin Kistler, IHK-Umweltreferentin Heike Wagner und Martina Mutter vom Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Ein Aufwand, der sich lohnt D ie Deponie Lachengraben ist seit 2003 EMAS-zertifiziert. Mit Elmar Weißenberger, Leiter des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft im Landkreis Waldshut, haben wir über den EMAS-Prozess, Heraus- forderungen und Vorteile gesprochen. Herr Weißenberger, können Sie uns etwas über die Anfänge dieses Projekts erzählen? Elmar Weißenberger: Gerne. Im Jahr 2003 hat Uwe Böhm von der IHK ein sogenanntes Öko-Audit im Konvoi initiiert. Damals beteiligte sich unser Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises Waldshut zusammen mit fünf weiteren Firmen daran. Die EMAS-Zertifizierung der Deponie Lachengraben konnte dank der engen Begleitung durch die IHK erfolgreich umgesetzt werden. Dieses gemeinsame Vorge- hen hat uns den Einstieg in den EMAS-Prozess erheblich erleichtert. Welche Vorteile hat es, den EMAS-Prozess regelmäßig zu durch- laufen? Der regelmäßige Datenvergleich und die erneute Zertifizierung ge- ben uns immer wieder wertvolle Impulse, unsere Ziele zu überden- ken, zu optimieren und neu festzulegen. Besonders hilfreich sind

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