Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Februar'25 - Hochrhein-Bodensee
29 2 | 2025 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten REGIO REPORT Ressourcen bündeln. Vorsprung schaffen. Verkauf Mietpark Kundendienst Ersatzteile Staplerschein Im Grund 7 • 88356 Ostrach • Tel. 0 75 85-93 03-0 • www.kugler.net Allmendstraße 6 77709 Oberwolfach Tel. 0 78 34 / 335 Fax 0 78 34 / 503 info@kleinbub-gmbh.de www.kleinbub-gmbh.de Pulverbeschichten • Schweißen • Rohrbiegen • Schweißzelle Rohrlaserschneiden OHNE STROMZUFUHR HÖHENVERSTELLBAR ERGONOMISCH Hub- und Arbeitstische www.beck-maschinenbau.de ŕ Produkt digital erleben. FUß- HYDRAULIK Vollständigkeit der Ware bei Ein- und Ausfuhr geprüft wird. Dafür wird ein Zollpassierscheinheft, ein sogenanntes Carnet, benötigt. Ausgestellt von der jeweils örtlich zuständigen IHK. Von Warenmustern und Pferden Carnets werden vor allem im Vorfeld von Messen nachgefragt: Wenn die ausgestellten Maschinen oder Warenmuster nicht in der Schweiz verbleiben. Doch nicht nur Unternehmen benötigen Car- nets. „Pferde-Carnets kommen bei uns sehr häufig vor“, so Böhm. Denn auch hier müsse sichergestellt werden, dass die Pferde nicht in der Schweiz veräußert werden: „Das Pferde-Carnet in Verbindung mit dem Equidenpass bietet zudem den Vorteil, dass man an der Grenze nicht auf die Öffnungszeiten des Zolls angewiesen ist.“ Weil es immer wieder einmal vorkommt, dass Carnets für Messen vergessen werden, strandet eben hin und wieder ein Lkw auf dem Gelände der IHK Hochrhein-Bodensee. „Damit der Lkw dann nicht zu seiner Heimat-IHK zurückfahren muss, übernehmen wir das“, er- läutert Uwe Böhm. Doch auch ohne diese Ausnahmefälle gibt es viel zu tun. Den größten Anteil nimmt das Ausstellen von Ursprungszeug- nissen aus. Mit ihnen wird der nationale Ursprung eines Produkts bestätigt. Böhm schätzt, dass täglich zwischen 80 und 120 dieser Urkunden ausgestellt werden. Dazu kommen etwa 300 Carnets pro Jahr sowie Beratungen, Fragen per E-Mail und der Austausch mit den relevanten Stellen in der Schweiz. Das macht Uwe Böhm natürlich nicht allein: Hinter ihm steht mit Christiane Kläß, Ana Mujan, Bir- git Böger, Christa Dannenmayer, Birgit Hasel, Carmen Thorn, Jana Geisler und Lena Gatz ein eingespieltes Team. Die EU-Außengrenze bringt noch weitere Herausforderungen mit sich. Zum Bei- spiel für Möbelhändler aus Deutschland, die Artikel in die Schweiz samt Montage verkauft haben. „Da greifen etliche Re- gelungen, über die sich ein Unternehmen besser vorher Gedanken machen und sich bei uns absichern sollte“, sagt Böhm und verweist auf den Umgang mit Werkzeug: So könne beispielsweise gebrauchtes trag- bares Handwerkzeug abgabenfrei und formlos vorübergehend in die Schweiz eingeführt werden. Neues und teures Gerät müsse jedoch bei der Einfuhr in die Schweiz angemeldet werden. Auch die Arbeiten müssen vorab angemeldet und in der Schweiz die ortsüblichen Min- destlöhne eingehalten werden, sonst drohen empfindliche Strafen. Ein Teil des Netzwerks Als Schwerpunktkammer Schweiz sieht sich die IHK Hochrhein- Bodensee als Teil eines großen Verbunds, um das wirtschaftliche Miteinander über die Grenzen zu stärken. „In erster Linie fühlen wir uns zuständig für deutsche Unternehmen, die Aufträge in der Schweiz abwickeln, und unterstützen sie dabei“, so Böhm und for- muliert den Anspruch, den sein Team und er verfolgen: „Wir dre- hen die Welt der Wirtschaft ein bisschen mit.“ Zu den weiteren Mitspielern in diesem Netzwerk zählen etwa die Handelskammer Deutschland-Schweiz, und – für schweizerische Unternehmen – die Vereinigung Schweizerischer Unternehmen in Deutschland (VSUD). Patrick Merck Uwe Böhm, Geschäftsführer, Leiter Geschäftsfeld International 07622 3907-218 uwe.boehm@konstanz.ihk.de Uwe Böhm
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5