Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Januar'25 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

43 1 | 2025 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten UNTERNEHMEN Mietstapler /Śƌ tĞůůŶĞƐƐͲ ƵŶĚ dĂŐƵŶŐƐŚŽƚĞů ŝŵ EĂƚƵƌƉĂƌŬ ^ƺĚƐĐŚǁĂƌnjǁĂůĚ Tagungszentrum auf 400 m² Alle Räume sind hell u. freundlich verfügen über Tageslicht freies WLAN und sind verdunkelbar. Möhringers Schwarzwald Hotel D-79848 Bonndorf / Rothausstr. 7 Tel.: +49 (0) 77 03 – 93 21 0 Schwarzwaldhotel Möhringer GmbH www.schwarzwaldhotel.com mail@wolfsystem.de www.wolfsystem.de PRODUKTION MONTAGE PLANUNG Industrie|Gewerbe|Stahlbau Wolf System GmbH 94486 Osterhofen 09932 37-0 Gerhard Hipp Julia Steckeler Bert Sutter wieder andere verabschieden sich vom eu- ropäischen Markt. Dies wiederum wird mit- telfristig dazu führen, dass auch Forschung und Entwicklung aus Europa abrücken und mit ihnen die klinischen Studien und Prüfun- gen. Das bedeutet: Die Innovationstätigkeit ist irgendwann einfach weg!“ Dass die Unternehmen noch längst nicht alle mit der MDR-Zertifizierung durch sind, liegt daran, dass die Regulatorik selbst chaotisch organisiert sei, weshalb die Übergangsfris- ten je nach Risikoklasse bis 2027 verlängert worden ist: „Die Tatsache, dass man nun für eine Nierenschale eine seitenlange klinische Bewertung schreiben muss, lässt tief blicken. Und zwar auf Leute, die zu wenig Praxis-Ah- nung haben.“ Dass Unternehmen wie Medical Mountains, der Branchenverband Spectaris (der die 1.470 Medizintechnik-Unternehmen in Deutschland vertritt) oder die DIHK sich für ein Eindämmen des Bürokratie-Hammers MDR einsetzen, führte jetzt laut Julia Ste- ckeler dazu, dass es noch im ersten Quartal 2025 schnelle untergesetzliche Änderungen geben soll, die das System MDR und somit auch die Unternehmen entlasten. Bestandsprodukte neu bewerten Diese kommen für Sutter Medizintechnik in Emmendingen einen Tick zu spät. Das 1970 gegründete Familienunternehmen mit 170 Mit- arbeitenden hat bereits alle Rezertifizierungen erledigt. „Es war mühselig, aber wir sind jetzt etwas entspannter“, fasst Geschäftsführer Bert Sutter zusammen. Dies gelang nur durch Personalaufstockung und harte Arbeit. „Dabei haben wir unsere Entwickler mit quasi wert- losen Aufgaben beschäftigen müssen, indem sie Bestandsprodukte neu bewerteten“, ärgert sich Sutter. Seine Schlussfolgerung schließt sich der von Gerhard Hipp an: „Nix ist sicherer oder besser geworden!“ Und wenn Sutter die Präambel der MDR liest, fühlt er sich einfach nur verhöhnt: „Man will die Innovationskraft der KMU stärken. Das ist ein Witz!“ Auch sein Unternehmen hat Produkte einge- stellt, kauft jetzt manches zur Aufrechterhal- tung des Portfolios als Handelsware ein. Und genau wie bei Karl Storz (40 Prozent des Um- satzes in den USA) macht man auch bei Sutter das beste Geschäft außerhalb Europas. Bert Sutter: „Jedes unserer Produkte wird zuerst in Amerika zugelassen. ‚America first‘ eben.“ Doris Geiger

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