Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Januar'25 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
28 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 1 | 2025 D er Bedarf an qualifizierten Nachwuchskräften bleibt hoch. Die Betriebe aus der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg zeigen wieder eine hohe Ausbildungsbereitschaft. Doch die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage ist weiterhin groß und stellt viele Unter- nehmen vor die Herausforderung, geeignete Kandidaten zu finden. Für Ausbildungsinteressierte dagegen bieten sich auch nach dem offiziellen Beginn der Ausbildung noch zahlreiche Chancen, ihre berufliche Laufbahn zu starten. Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit, die IHK und die HWK vermitteln noch freie Ausbildungsplätze. Dies wurde bei einem Pressegespräch bei der Firma J. Friedrich Storz Verkehrswegebau in Tuttlingen deutlich. IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos: „Trotz herausfordernder Zeiten zeigt sich der Ausbildungsmarkt in unserer Region stabil. Wir haben exakt die gleiche Anzahl neu eingetragener Ausbildungsberufe wie im Vorjahr, nämlich 2.140. Ergänzend freuen wir uns, dass wir 64 neue Ausbildungsbetriebe in der Region gewinnen konnten, so dass nun 1.180 aktive IHK-Unternehmen aus unserer Region ausbilden. Es ist für unseren Wirtschaftsraum ein wichtiges Zeichen, dass wir das Ausbildungsniveau halten konnten. Es zeigt, dass die Bereitschaft, in junge Fachkräfte zu investieren, ungebrochen hoch ist. Diese Stabilität verdanken wir den Unternehmen, die sich mit Nachdruck für die berufliche Bildung engagieren, sowie den jungen Menschen, die sich für eine duale Ausbildung entscheiden.“ Unterstützung bei der Berufswahl Im Bereich der Agentur für Arbeit Rottweil-Villingen-Schwenningen (Landkreis Rottweil, Schwarzwald-Baar-Kreis, Landkreis Tuttlingen) waren bis zum Abschluss des Berichtsjahres 2.623 Interessenten für eine Ausbildungsstelle bei der Berufsberatung gemeldet (51 Per- sonen beziehungsweise zwei Prozent weniger als im Vorjahr). Die Unternehmen hatten 4.415 Ausbildungsplätze gemeldet (203 Stellen beziehungsweise vier Prozent weniger als vor einem Jahr). Auf 100 Stellen kommen rund 60 Bewerber. Sylvia Scholz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rottweil-Villingen-Schwen- ningen: „Ein Berufsabschluss ist die beste Voraussetzung für eine stabile Erwerbsbiografie. Die Herausforderung, junge Menschen und Ausbildungsstellen zusammenzubringen, hat aus unserer Sicht zugenommen: Die Jugendlichen benötigen mehr Unterstützung bei der Einordnung und Bewertung der Vielzahl an Informationen und der unterschiedlichen Ausbildungswege. Eine professionelle Berufsbe- ratung gibt diesem Berufswahlprozess Struktur. Wer sich informiert und sachkundig beraten lässt, entscheidet leichter und sicherer.“ Werner Rottler, Präsident der Handwerkskammer Konstanz: „Unsere Branche ist unverzichtbar, wenn es um die Gestaltung von Zukunfts- themen wie Energiewende, Digitalisierung oder um den Ausbau der Infrastruktur in diesem Land geht. Dafür brauchen wir Menschen – engagierte Auszubildende, qualifizierte Fachkräfte und kreative Köpfe – die das Handwerk in die Zukunft führen. Zum Stichtag 30. September haben 1.561 junge Menschen eine Ausbildung im Hand- werk gestartet, ein Jahr zuvor waren es in unserem Kammergebiet im gleichen Zeitraum 1.704. Mehr praktische Berufsorientierung an allen Schularten wäre ein wichtiger Schritt, um auf die vielen Chancen im Handwerk aufmerksam zu machen.“ Ni/SK/bk Miriam Kammerer, Fachbereich Berufliche Ausbildung 07721 922-512 kammerer@vs.ihk.de Bilanz zum Start des Ausbildungsjahres Zukünftige Auszubildende stark nachgefragt Die IHK, die Agentur für Arbeit Rottweil-Villingen-Schwenningen sowie die Handwerkskammer (HWK) Konstanz haben eine Bilanz zum Start des Ausbildungsjahr gezogen. Zufrieden zeigen sich Storz- Ausbildungsleiter Herbert Aggeler, Land- und Bauma- schinenmechatroniker Lukas Jäkle, IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos, Geschäftsführen- de Storz-Gesellschafterin Susanne Gräfin Kesselstatt, HWK-Präsident Werner Rottler, Geschäftsführen- der Storz-Gesellschafter Georg Graf Kesselstatt und Straßenbau-Azubi Ravinder Singh Kundu (von links). Auf dem Bagger ist Arbeitsagen- tur-Chefin Sylvia Scholz. Bild: Dieter Kleibauer
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