Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Januar'25 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

20 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 1 | 2025 19 IT-Sicherheitskonferenz Experten informieren über Cyber- Attacken und Cyber-Crime 21 IHK-Vollversammlung Beitragssenkung und neues Mitglied im Gremium 22 Konjunkturklima IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos fordert Agenda pro Mittelstand 25 IHK-Ausschuss Sanierungsstau gefährdet Leis- tungsfähigkeit der Wirtschaft 26 Automobilwirtschaft Netzwerk AuToS fordert Fort- schritte bei PFAS-Regulierung 28 Start des Ausbildungsjahrs IHK, Agentur für Arbeit und Hand- werkskammer ziehen Bilanz 30 IHK-Prüfer Ehrenamtliche geben Fachwissen weiter und gestalten die Zukunft 33 Kümmerer-Projekt Integration durch Ausbildung 34 Öffentliche Bekanntmachungen INHALT um 50 Prozent zugenommen, und mehr als 70 Prozent der Cyber-Vorfälle sind Phishing- Angriffe“, ließ er wissen. Die Bedrohungen seien vielfältig. Besonders Social Engineering würde eine zu- nehmend größere Rolle spielen. „Angreifer nutzen menschliche Emotionen aus, um ihre Erfolgsaussichten zu maximieren. Dies kann sogar in Form eines harmlos wirkenden Pa- pierbriefs geschehen, der Sie oder einen Ihrer Mitarbeitenden dazu verleitet, den entschei- denden Fehler zu machen“, machte Klaus Schmid in der Diskussionsrunde deutlich. Mittlerweile reagiere auch die Gesetzgebung auf diese Bedrohungen. Richtlinien wie NIS2 zielen darauf ab, Unternehmen und Infrastruk- turen besser zu schützen. Diese Vorschriften stellen zwar Anforderungen an Ressourcen und Kosten dar, bieten aber gleichzeitig die Chance, Ihre IT-Sicherheit zu stärken und als internationalen Wettbewerbsvorteil zu nutzen. „Das braucht kein Mensch“ Wie ein Cyber-Angriff konkret aussieht und welche immensen Folgen er nach sich zieht, das erläuterte Andrea Linke, Kanzlerin der Hochschule Furtwangen, die trotz Sicherheits- vorkehrungen mit einem Angriff konfrontiert wurde – und das kurz vor Semesterbeginn. Ihr Fazit: „Das braucht kein Mensch.“ Sie berichtete von ihren Erfahrungen mit dem Cyber-Notfall und diskutierte auf dem Podi- um mit den IT-Experten Manuel Atug von der AG KRITIS sowie Klaus Schmid und Michael Klose darüber, wie man sich besser schützen kann, welche Möglichkeiten es gibt, welche Gefahren aber dennoch lauern. Andrea Linke sagte, dass die internationale Zusammenarbeit sehr geholfen habe. „Ich kann nur empfehlen, sich auch sofort an ent- sprechende Kontaktstellen zu wenden. Die haben uns sehr geholfen“, sagte Linke, mach- te aber auch darauf aufmerksam, welche Grö- ßendimension so eine Hochschule mit über 600 Beschäftigten und 4.500 Studierenden habe. „Es ist wichtig, über derlei Attacken zu sprechen und sich auch mit anderen auszu- tauschen“, ist sich Andrea Linke sicher. Nur so könne man Strategien entwickeln. „Wir hatten bereits viele Maßnahmen umgesetzt, aber trotzdem ist es passiert“, so Linke. „Sicherheit ist ein Prozess. Und jeder Unter- nehmer ist für seine Cybersicherheit selbst verantwortlich. Sehen Sie es als unterneh- merische Aufgabe und beschäftigen sie sich damit“, gaben die IT-Experten mit auf den Weg. Und im Foyer gab es auch gleich die Möglichkeit, sich bei regionalen IT-Dienstleis- tern im Marktplatz-Charakter zu informieren. Information Die IHK bündelt die regionalen IT- Unternehmen in ihrem Arbeitskreis IT-Wirtschaft. Dieser kooperiert mit anderen Wirtschaftsbranchen, um gemeinsam die IT-Sicherheit und Be- triebseffizienz zu erhöhen. Bilder: Martin Kleinert/pixl-Agentur, Hüfingen Die IT-Experten diskutierten im Rahmen der Sicherheitskonferenz darüber, wie man sich besser schützen kann, welche Möglichkeiten es gibt, welche Gefahren aber dennoch lauern. Im Foyer der IHK gab es die Möglichkeit, sich bei regionalen IT-Dienstleistern im Marktplatz-Charakter zu informieren. Alexander Rösgen Fachbereich Standortpolitik 07721 922-156 alexander.roesgen@vs.ihk.de

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