Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Januar'25 - Hochrhein-Bodensee

26 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 1 | 2025 REGIO REPORT  IHK Hochrhein-Bodensee D as Geschäft mit den Pelzen bildet mehr als fünf Jahrzehnte den Kern des Unternehmens. Auch Andreas Keller macht – wie seine Mutter Johanna, der Tochter des Gründerehepaares – eine Ausbildung zum Kürschner. Nach dem Meisterbrief sammelt er Erfahrungen, er arbeitet unter anderem in St. Gallen, München und Frankfurt, bildet sich kaufmännisch fort. Unter seiner Führung wandelt sich das Unternehmen – an die Stelle des Vertriebs rückt der Einzelhandel und damit die Fokussierung auf ein Ladenlokal. Das findet der gebürtige Waldshuter vor gut 25 Jahren im Herzen der Altstadt direkt beim ehrwürdigen Basler Tor. Kleidung zum Wohlfühlen Im Lauf der Zeit kristallisiert sich heraus, was die Stärke von An- dreas Keller und seinem Team ist. Neben vielen hochwertigen Marken ist es vor allem der Service, mit dem sich AK Woman einen Ruf weit über die Stadtgrenze erarbeitet hat. „Wir haben viele Kundinnen, die extra aus der Schweiz zu uns kommen, aber auch Gruppen aus dem Schwarzwald, die sich hier in aller Ruhe stilistisch beraten lassen“, sagt Andreas Keller. Dafür ist genü- gend Raum vorhanden sowie die Expertise seine Teams. Sieben geschulte Mitarbeiterinnen kümmern sich darum, dass Frauen aller Altersklassen hier die Bekleidung finden, in der sie sich wohlfühlen – und gut aussehen. Das Stichwort lautet Contemporary Fashion, also zeitgemäße Mode. „Ich bin gern Einzelhändler“, sagt der Waldshuter von sich, um zu präzisieren: „Händler in einer aktiven Stadt wie Waldshut zu sein, das ist etwas sehr Schönes“. Die Zeit im Laden mit seinem Team und den Kundinnen genießt er. „Das macht mir große Freude!“ Aller- dings schafft er das nur an drei oder vier Tagen in der Woche – was er bedauert: Stattdessen zieht er im Hintergrund die Fäden, sitzt häufig am Schreibtisch und plant die Zukunft des Ladens. Schließ- lich ist Mode ein sehr aktives Geschäftsfeld: Trends kommen und gehen, das Familienunternehmen, das Karl und Katharina Anstätt vor 100 Jahren eröffneten, ist noch da. „Und das soll so bleiben“, sagt Andreas Keller mit einem Lächeln. mrk Nach der zweiten Generation mit Werner Keller und Hanni Keller-Anstätt (Foto links), hier um 1975, leitet ihr Sohn Andreas Keller (Foto rechts) in dritter Generation heute die Geschäfte des Waldshuter Handelsunternehmens. Was als Pelzhandel und Kürschnerei begann, ist mittlerweile ein über die Landesgrenze bekannter Anbieter von Damenmode. Immer Trend Andreas Keller in Waldshut feiert 100-jähriges Bestehen Es ist ein Firmenjubiläum, das eines beweist: Handel ist Wandel. Denn was seit vielen Jahren ein selbstbewusstes Modehaus für Damen in der Waldshuter Innenstadt ist, war in seinen Anfängen eine Fellhandlung inklusive Konfektionierung von Pelzen. Gegründet hatten diesen Karl und Kathari- na Anstätt, die Großeltern von Andreas Keller – dem heutigen Inhaber, im Herbst 1924 in Balingen.

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