Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Dezember'24 -Südlicher Oberrhein

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Der väterliche Beruf des Fertigungs- mechanikers (Systemmonteur) inspirierte Amina Palermo zu einem Praktikum der besonderen Art bei MSC Technologies Systems, heute Avnet Embedded, zukünftig Tria in Eschbach bei Freiburg. Und dann war es auch schon um sie geschehen. Erst schlechte Noten, dann nur noch Einsen Amina Palermo ist seit einigen Wochen ausgebildete Fertigungs- mechanikerin – und sie ist IHK-Ausbildungsbotschafterin. Diese Mission ist ihr genauso ein Herzensanliegen wie ihr Beruf: „Ich sage jedem meiner Altersgenossen, wenn man an sich selbst glaubt, kann man alles schaffen.“ Palermo weiß, wovon sie spricht. „Ich hatte so schlechte Noten in der Schule. Aber nach dem Praktikum bei Avnet Embedded wusste ich sofort, dass nur diese Ausbildung und nur dieses Unternehmen für mich in Frage kommt. Bei der Bewerbung habe ich versprochen, dass ich mein Bestes geben würde. Zum einen meine Noten verbessern und zum anderen beweisen, wie ernst ich es mit der Ausbildung und meinen ausgesprochenen Worten meine. Es ist das eine, etwas zu sagen, aber das andere, es am Ende auch in die Tat umzusetzen.“ Das tat sie – und hatte bereits im ersten Zeugnis nur noch Einsen. Die junge Frau, die pure Begeisterung ausstrahlt, weiß heute sehr genau: „Ohne Praktikum und ohne den Job meines Vaters wäre ich nicht auf diesen Weg gekommen.“ Kein Wunder, gibt sie als Ausbildungsbotschafterin genau diese Message weiter. „Meine Noten sind der beste Beweis dafür gewesen, dass es das Wichtigste im Leben ist, genau den Beruf zu finden, in dem man aufgeht.“ Amina Palermo blickt mit gemischten Gefühlen auf ihre Altersgenos- sen: „Viele wissen nicht, was sie machen sollen. Und denen würde ich gerne helfen.“ In ihrem ersten „diplomatischen Dienst“ als Botschaf- terin war sie sich zwar noch ein wenig unsicher, wie die Reaktionen sein würden. Aber: „Sie haben zugehört, nicht über mich gelacht, und alle Schülerinnen und Schüler wirkten interessiert. Das war für mich eine so schöne Erfahrung und für die, glaube ich, auch. Ich war einfach nur ehrlich zu ihnen und habe von meinen Erfahrungen berichtet. Und das hat etwas bewirkt.“ Tatsäch- lich macht der Sohn einer ihrer Kol- leginnen jetzt die gleiche Ausbildung wie sie, nachdem er Amina Palermo zugehört hatte. Und seine Mutter be- stätigte: Die Lustlosigkeit des jungen Mannes ist wie weggefegt. Mission in Richtung Mensch Als IHK-Ausbildungsbotschafterin hat Amina Palermo eine eintägige Schulung erhalten, in der Präsentationstechniken im Vordergrund stehen. Steht sie als IHK-Ausbildungsbotschafterin vor einer Klasse und auf einer Messe, spricht sie frei und allein ihrer Intuition folgend. Sie hat ein paar Flyer und eine Präsentation dabei. Die Präsentation ist aber eher im Hintergrund, da sie genau weiß, was sie sagen will und was die Schüler wirklich hören wollen. Ansonsten begeistert sie die jungen Menschen mit ihrer Beschreibung, wie großartig es sich anfühlt, ein leeres Gehäuse innerhalb von unterschiedlichen Zeiträumen mit allem zu befüllen, was es braucht, um am Ende ein fertiges System zu haben: Zum Beispiel einen Nanoserver für den Bereich Track-and-Trace. Avnet Embedded hat die zielstrebige und engagierte junge Frau für die Einsätze als Botschafterin freigestellt. Mittlerweile wurde sie nach ihrer Ausbildung mit einem Jahresvertrag übernommen. Jetzt will sie erst einmal alle Systeme in ihrem Bereich kennenlernen und selbst als Fachkraft wahrgenommen werden. Der Meisterinnen- oder Technikerinnen-Titel ist ihr nicht so wichtig: „Ich würde eher eine Team- oder Gruppenleitung anstreben“, blickt sie in die Zukunft. Denn ihre Mission ist ganz augenscheinlich Richtung Mensch ausgerichtet: „Das Leben ist so viel schöner, wenn man das tut, was einem Spaß macht und wenn man den Job verfolgt, für den man wirklich brennt.“ Doris Geiger Weitere Infos gibt es hier: https://www.ihk.de/freiburg/ausbildungsbotschafter-in https://www.gut-ausgebildet.de/ausbildungsbotschafter/ initiative-ausbildungsbotschafter Amina Palermo hilft Schülerinnen und Schülern dabei, sich beruflich zu orientieren. Sie berichtet von ihren Erfahrungen in der Ausbildung. Amina Palermo: „Das Leben ist so viel schöner, wenn man den Job verfolgt, für den man wirklich brennt.“ Foto: privat

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