Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Dezember'24 - Hochrhein-Bodensee

12 | 2024 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten ANZEIGEN Ressourcen bündeln. Vorsprung schaffen. MEHR ALS EIN ARBEITSTISCH #EHFNB maschinenbau ck-maschinenbau.de NEU! Produkt digital erleben. Allmendstraße 6 77709 Oberwolfach Tel. 0 78 34 / 335 Fax 0 78 34 / 503 info@kleinbub-gmbh.de www.kleinbub-gmbh.de Rohrlaserschneiden • Schweißen • Rohrbiegen • CNC-Fräsen Pulverbeschichten Services bleiben gefragt Zwar ist die Lage für Dienstleister auch nicht rosig, aber deutlich entspannter als in den Bereichen Handel und Produktion. Sprachen zu Jahresbeginn rund zwölf Prozent der Dienstleister von einer schlechten Lage, sind dies in der aktuellen Umfrage nur zehn Prozent. Ein Wer- mutstropfen: Gleichzeitig hat sich der Anteil derer, die von einer guten Lage berichten, im selben Zeitraum von 47 auf 37 Prozent verringert. Von guten Erträgen sprechen 28 Prozent der Dienstleister, die über- wiegende Mehrheit ist zufrieden. Dabei zeigt das Auftragsvolumen bei 45 Prozent der Dienstleistungsbetriebe eine fallende Tendenz. Das dürfte vor allem auf die industrienahen Dienstleistungen zurückzufüh- ren sein. Denn die wurden auf Grund der schwachen Auftragslage der Produktionsbetriebe ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Sehr verhaltene Erwartungen Erneut zurückgegangen sind die Erwartungen der Unternehmen im Kammergebiet der IHK Hochrhein-Bodensee, wenn es um ihren wei- teren Geschäftsverlauf geht. Es schauen mit 35 Prozent mehr Unter- nehmen pessimistisch in die Zukunft als optimistisch. Deren Anteil – bezogen auf alle – liegt bei 22 Prozent; im Handel blicken dagegen nur zwölf Prozent positiv nach vorn. 42 Prozent gehen hier eher von einer Verschlechterung aus. Am stärksten eingetrübt haben sich die Erwartungen unter den Pro- duktionsbetrieben. Hier erhöht sich der Anteil der Unternehmen, die mit schlechteren Geschäften rechnen, von 20 auf 30 Prozent. 24 Prozent hoffen weiter auf bessere Geschäfte. Zurückgeschraubt werden dabei die Exporterwartungen. Rechneten im Frühjahr noch 17 Prozent der Produktionsbetriebe mit fallenden Exporten in den kommenden Monaten, so hat sich diese Zahl auf 30 Prozent erhöht. Uneinheitlich präsentieren sich die Dienstleister. Zwar hat sich der Anteil der Unternehmen, die für die kommenden Monate von schlech- ter laufenden Geschäften ausgehen, seit Jahresbeginn von rund 16 Prozent auf 32 Prozent verdoppelt. Gleichzeitig prognostizieren aber auch 31 Prozent der Dienstleister, dass ihre Geschäfte einen positiven Verlauf nehmen werden. Investitionsbereitschaft sinkt Wenn es um ihre Investitionsabsichten im Inland geht, bleiben die Un- ternehmen vorsichtig. Mehr als ein Drittel der Unternehmen im Kam- merbezirk rechnet im kommenden Jahr mit reduzierten Investitionen, elf Prozent haben keine Neu-Investitionen geplant. Neben der Ersatz- beschaffung – mit 72 Prozent der größte Bereich – stehen bei fast der Hälfte der Betriebe Investitionen in die Digitalisierung im Vordergrund. Deutlich zurückgefahren werden im Produzierenden Gewerbe und im Handel die Investitionen in Kapazitätserweiterungen, während unter den Dienstleistern mit 24 Prozent der Unternehmen doppelt so viele wie vor einem halben Jahr stärker in die Rationalisierung investieren wollen. Keine Impulse für den Arbeitsmarkt Zurückhaltend bleiben die Unternehmen auch im Hinblick auf die Personalentwicklung. Der Anteil der Unternehmen, die mit tendenziell fallenden Beschäftigtenzahlen rechnen, wächst von 25 auf 33 Prozent. Immerhin plant jedes zweite Unternehmen, die Zahl der Mitarbeiter in den kommenden zwölf Monaten zu halten. Sorgenfalten werden größer Die sinkende Inlandsnachfrage und die steigenden Arbeitskosten bereiten den Unternehmen aktuell die größten Sorgen. Beide werden gegenüber der Frühjahrsumfrage häufiger als Risiko bezeichnet. Auch der Fachkräftebedarf zählt mit 57 Prozent nach wie vor zu den am häufigsten genannten Geschäftsrisiken. Aktuell geben rund 60 Prozent der beteiligten Unternehmen an, derzeit offene Stellen nicht besetzen zu können, da passende Fachkräfte nicht gefunden werden. ag/mrk Alexander Graf Geschäftsführer, Leiter Geschäftsfeld Region entwickeln alexander.graf@konstanz.ihk.de 07622 3907-213

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