Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November'24 -Südlicher Oberrhein

22 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 11 | 2024 REGIO REPORT  IHK Südlicher Oberrhein ÖFFENTLICHE BEKANNTMACHUNG Termine und Anmeldungsadressen für die Abschlussprüfungen im Sommer 2025 Maßgeblicher Termin für die Sommerprüfung 2025 ist der 31. Juli 2025. Der Prüfungszeit- raum für die Abschlussprüfung Sommer 2025 bei der IHK Südlicher Oberrhein erstreckt sich vom 1. Mai 2025 bis zum 30. September 2025. Die schriftliche Kenntnisprüfung der Kammer und die schriftliche Prüfung der Schule werden wie bisher gemeinsam durchgeführt, und zwar vorwiegend für a) kaufmännische Ausbildungsberufe vom 6. - 8. Mai 2025. b) Ausbildungsberufe im Hotel- und Gaststättengewerbe vom 6. - 7. Mai 2025 (Block B) sowie vom 17. - 18. Juni 2025 (Block C). c) Gewerblich-technische Ausbildungsberufe vom 6. - 8. Mai 2025. Die Fertigkeits- und mündlichen Kenntnisprüfungen finden voraussichtlich von Juni bis August 2025 statt. Die Kammer fordert die Betriebe auf, alle Auszubildenden, deren vertragliche Ausbildungs- zeit vor dem 1. Oktober 2025 endet, zur Abschlussprüfung anzumelden. Die Anmeldung muss die Zustimmung des Auszubildenden haben, im Ausnahmefall kann auch der Auszu- bildende selbst beziehungsweise sein gesetzlicher Vertreter anmelden. Für die Anmeldung sind die Vordrucke der Kammer zu verwenden, die den Betrieben rechtzeitig zugesandt werden. DieAnmeldungen aus den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Stadtkreis Freiburg richten Sie bitte an: IHK Südlicher Oberrhein, Geschäftsbereich Aus- und Weiterbil- dung, Hauptstelle Freiburg i.Br., Schnewlinstraße 11-13, 79098 Freiburg. Anmeldungen aus dem Ortenaukreis: IHK Südlicher Oberrhein, Geschäftsbereich Aus- und Weiterbildung, Hauptgeschäftsstelle Lahr, Lotzbeckstraße 31, 77933 Lahr. Für die Berufe des Hotel- und Gaststättengewerbes richten Sie bitte alle Anmeldungen an: IHK Südlicher Oberrhein, Geschäftsbereich Aus- und Weiterbildung, Hauptstelle Freiburg i.Br., Schnewlinstraße 11-13, 79098 Freiburg. Die Anmeldungen müssen bis spätestens 11.12.2024 (Ausschlussfrist) bei der IHK Südlicher Oberrhein eingegangen sein. Bis zu diesem Termin können auch Anträge auf vorzeitige Zulassung zur Prüfung gestellt wer- den, sofern die Ausbildungszeit nach dem 30. September 2025, aber vor dem 1. Mai 2026 endet und die Leistungen des Auszubildenden dies rechtfertigen. Auszubildende, die bereits an einer Abschlussprüfung teilgenommen und diese nicht bestan- den haben, können zur Wiederholungsprüfung angemeldet werden, sofern die Abschlussprü- fung nicht bereits zweimal wiederholt wurde. Azubi-Projekt »Es lief wie geschmiert« D er Fachkräftemangel stellt die Unternehmen unter hohen Hand- lungsdruck. Doch wo sollen all die Auszubildenden herkommen, die die Unternehmen für ihre künftige Entwicklung so dringend benötigen? Die Antwort: beispielsweise aus Marokko. Die IHK Südlicher Oberrhein hat hier ein neues Kapitel in der Be- kämpfung des Fachkräftemangels aufgeschlagen und in enger Zusammenarbeit mit der Auslandshandelskammer Marokko, der DIHK und der IHK Trier ein Projekt zur Gewinnung marokkanischer Auszubildender gestartet. Anfang Oktober trafen sich zwölf Azubis, die ganz frisch bei den Unternehmen Herrenknecht, Stihler, RMA und Schauenberg in ihre Ausbildung gestartet sind, mit den Aus- bildungsverantwortlichen bei der IHK Südlicher Oberrhein in Lahr zum ersten Erfahrungsaustausch. Die Resonanz auf das Projekt fiel durchweg positiv aus. „Es lief wie geschmiert. Wir können diesen Prozess so wiederholen“, sagte Zéhra Birol, die Personalverantwort- liche bei Stahlbau Schauenberg mit Sitz in Kirchzarten. Die marokkanischen Azubis haben in den vergangenen Monaten unter Federführung der AHK Marokko ein intensives Vorbereitungs- programm in ihrem Heimatland absolviert. Ziel war nicht nur das Erlernen der deutschen Sprache auf B2-Niveau. Sie wurden auch kulturell auf das Leben und Arbeiten in Deutschland vorbereitet. Auch bei der Vertragsschließung und im Visumsprozess spielte das Kooperationsnetzwerk eine wichtige Rolle. Und vor Ort küm- mern sich Julia Gauerhof und Ibrahim Sarialtin (Fachberatung für Zugewanderte der IHK) intensiv darum, dass das Projekt nicht nur organisatorisch, sondern auch menschlich ein Erfolg wird. „Wir unterstützen sowohl die Auszubildenden als auch die Unternehmen beim ‚Ankommen‘ im Betrieb und nehmen hier eine Vermittlerrolle ein – auch in der Kommunikation mit Behörden“, sagen die beiden. „Es ist ein großer Schritt von Marokko nach Deutschland. Das haben Sie sich sicher gut überlegt“, lobte Simon Kaiser, Geschäftsführer Aus- und Weiterbild der IHK, den Mut und die Bereitschaft der jun- gen Männer, ein völlig neues und ungewohntes Leben am südlichen Oberrhein zu starten. Der Auszubildende der Stihler Apparatebau & Maschinenfabrik in Lahr, Amine Feth, bedankte sich für die Un- terstützung aller Beteiligten. „Ich habe gute Erfahrungen gemacht, alle Kollegen helfen mir“, sagte er stellvertretend für die elf anderen. Kaiser sieht das marokkanische Azubi-Projekt als wichtigen Auf- schlag, wie die Gewinnung des Fachkräftenachwuchses aus dem Nicht-EU-Ausland künftig in geregelten Bahnen über die Bühne gehen kann. „Wir sehen uns in der Rolle des Pfadfinders für die Betriebe in unserer Region.“ Mit der erfolgreichen Zusammenarbeit wird der Grundstein für weitere Projekte dieser Art gelegt. tas Fachberatung für Zugewanderte: Julia Gauerhof 07821 2703-652 julia.gauerhof@freiburg.ihk.de Ibrahim Sarialtin 0761 3858-175 ibrahim.sarialtin@freiburg.ihk.de Foto: Tobias Symanski/IHK SO Trafen sich zum Erfahrungsaustausch bei der IHK in Lahr: Auszubildende aus Ma- rokko und die Ausbildungsverantwortlichen der jeweiligen Betriebe.

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